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Helmut Schmiedauer: „Unser Erfolgsgeheimnis ist Rock‘n‘Roll“

Lisa Hackl, 30.06.2022 13:30

PEUERBACH. Helmut Schmiedauer und seine Flamingos stehen seit fast 60 Jahren auf der Bühne. Langsam wird es leiser um die Musikgruppe, beim Sommerfest in Peuerbach spielen sie voerst zum letzten Mal auf. 

Die Flamingos heute: Einer ihrer letzten Auftritte wird in Peuerbach sein. (Foto: Flamingos)
photo_library Die Flamingos heute: Einer ihrer letzten Auftritte wird in Peuerbach sein. (Foto: Flamingos)

Nach ihrer Abschiedsgala im Mai in Traun setzen die Flamingos den „ersten Versuch eines Abschieds“ fort. Nach mehr als 55 Jahren auf der Bühne bringen sie noch einmal Anekdoten, Musik und Überraschungen auf die Bühne. Was erwartet die Zuhörer der Gruppe? „Unsere Fans wissen, dass es mit uns immer eine Gaudi ist“, erklärt Bandgründer Helmut Schmiedauer Senior. Was die Band ausmacht sei vor allem das gute Zusammenspiel und die Harmonie bei den Auftritten. „It‘s only Rock‘n‘Roll, but I like it“, erklärt Schmiedauer. Einige hundert bis an die tausend Konzerte haben die Flamingos bereits gespielt, seit sie im Rosenstüberl in Linz als Band angefangen haben. Die ersten Auftritte absolvierte die Gruppe in Bad Aussee, schnell wurden sie ein regelmäßiger Bestandteil in der lokalen Musikszene, über Jahre hinweg waren die Bandmitglieder viel unterwegs.

In Strobl zuhause

Ein Höhepunkt für die Flamingos war der Sieg des Combowettbewerbs 1966, auf den Schultern der Menge wurde die Band aus dem Veranstaltungssaal getragen. In den kommenden Jahren war die Gruppe vom Arlberg bis nach Strobl unterwegs „Da ist was niedergegangen“, erinnert sich Schmiedauer. Strobl avanciert zum Lieblingsort der Gruppe, hier fühlen sie sich wie zuhause.

Veränderung

Verändert hat sich laut Schmiedauer nicht viel in den vergangenen 58 Jahren. „Heute sind wir ein Stück rockiger geworden, der Beat ist anders, aber unser Publikum ist gleichgeblieben.“ Natürlich gab es auch Rückschläge für die Band. 2011 starb Gründungsmitglied Willi Pfeiffer, sein Sohn Wolfgang übernahm seinen Part an der Gitarre. Auch Schmiedauers Sohn Helmut Junior ist mittlerweile am Bass vertreten. Er ist selbst bereits 54 und spielt regelmäßig mit seinem 79-jährigen Vater. „Er ist mein bester Kritiker“, sagt Schmiedauer Senior über ihn. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut.

Mit Rock‘n‘Roll alt werden

Nervös ist Schmiedauer nach all der Zeit nicht mehr. „Wenn ich heute mit meinen Jungs auf die Bühne gehe, dann weiß ich, dass das hinhaut“, erklärt er. Gemeinsam mit den Gründungmitgliedern Günther Postl und Rudolf Klinger beweist Schmiedauer, dass man auch mit Rock‘n‘Roll gut alt werden kann. „Wichtig ist, dass man das Publikum gut im Griff hat“, erklärt Schmiedauer. Schmäh müsse man dafür haben, gut reden können, dabei aber nicht oberflächlich oder derb sein. Die vergangenen 58 Jahre prägen meist schöne Erinnerungen. „Wir wurden fast überall gut aufgenommen, erinnert sich Schmiedauer. In seiner Arbeit bei der Voest Alpine habe man Schmiedauer schon ab Donnerstag lachen sehen, weil er sich so auf das Wochenende freute, danach ging es zwei Tage lang mit der Band auf Konzerte. „Das war jedes Wochenende wie ein kleiner Urlaub“, erinnert er sich. Vor allem die Ehefrauen mit Kindern hätten damals viel Geduld haben müssen, ständig waren ihre Männer an den Wochenenden unterwegs.

„Auf uns kann man sich verlassen“

In all den Jahren hatten die Flamingos jedes Jahr ein Konzert, zu dem die Fangemeinde anreisen konnte. Einen Auftritt mussten sie nie absagen. „Auf uns konnte man sich verlassen“, erklärt Schmiedauer. Wehmütig ist die Band zu Beginn ihres Abschieds dennoch: „Wir sind es gewohnt, viel zu spielen, das wird uns fehlen“, erklärt Schmiedauer.

Die Flamingos am Peuerbacher Sommerfest

Samstag, 2. Juli, ab 21 Uhr

Kirchenplatz Peuerbach


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