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Vorfreude beim Pfarrer auf den Wallerner TV-Gottesdienst

Yannik Bogensperger, 20.12.2022 14:17

WALLERN. Der TV-Gottesdienst kommt heuer aus der evangelischen Dreieinigkeitskirche in Wallern und wird im ganzen Land auf ORF 2 übertragen. Tips hat mit dem Pfarrer Andreas Hochmeir über dieses Ereignis, das Besondere am Weihnachtsgottesdienst und die Vorbereitungen darauf gesprochen.

Aus dieser Kirche in Wallern wird heuer der TV-Gottesdienst übertragen. (Foto: epdUschmann)
  1 / 2   Aus dieser Kirche in Wallern wird heuer der TV-Gottesdienst übertragen. (Foto: epdUschmann)

Tips: Wie haben Sie darauf reagiert, als Sie erfahren haben, dass der Wallerner Gottesdienst zu Weihnachten heuer im TV (ORF 2) übertragen wird?

Andreas Hochmeir: Ich war ein bisschen überrascht über die Anfrage. Nach Beratungen mit dem Presbyterium (Leitungsorgan in evangelischen Gemeinden, Anm.) haben wir gerne zugesagt. Nachdem 2013 der Erntedankgottesdienst live im ORF und ZDF aus unserer Gemeinde übertragen wurde, gibt es Erfahrungen mit den Vorbereitungsschritten bei einem Fernsehgottesdienst.

Tips: Wie sehen diese Vorbereitungen konkret aus?

Hochmeir: Es ging ein halbes Jahr vorher los mit einer Vorbesprechung. Danach wurde beispielsweise herausgearbeitet, was typisch ist für Wallern. So gibt es in Wallern seit 43 Jahren einen Weihnachtsbasar, wo man einen Lebkuchen mit dem eigenen Namen anfertigen lassen kann. Der Gottesdienst wird damit beginnen. Darüber hinaus ging es darum, welche Musiker man einbindet, das Krippenspiel musste geschrieben werden.

Tips: Wie lange wird der Gottesdienst dauern?

Hochmeir: Der Gottesdienst dauert eine halbe Stunde. Daher muss alles auf die Minute genau sein. Gewisse Freiheiten habe ich aber schon, die Texte sind von mir. Das gibt der ORF nicht vor.

Tips: Verspüren Sie im Hinblick auf diesen Gottesdienst mehr Aufregung im Vorhinein als sonst, weil er im Fernsehen übertragen wird?

Hochmeir: Auf der einen Seite ist die Aufregung bei einem TV-Gottesdienst größer als bei anderen Gottesdiensten. Auf der anderen Seite ist kaum ein Gottesdienst so lang und gründlich vorbereitet wie dieser.

Tips: Was macht Ihrer Meinung nach den Weihnachts-Gottesdienst so besonders?

Hochmeir: Die evangelische Christvesper auf ORF2 ist in den letzten Jahren die meist gesehen Sendung des ORF am Heiligen Abend gewesen. Es ist schön, wenn nach langen, liebevollen Weihnachtsvorbereitungen der Heilige Abend gekommen ist und man den Grund des Festes feiern kann: die Geburt Jesu, des Heilands, der Licht und Hoffnung in diese Welt bringt.

Tips: Warum hat sich der ORF für eine Übertragung aus Wallern entschieden – haben Sie eine Vermutung?

Hochmeir: Wir sind in Wallern eine alte evangelische Pfarrgemeinde, die es offiziell seit 1. Dezember 1782 gibt. Die Wurzeln sind aber noch viel tiefer und reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ich bin dankbar, Pfarrer einer lebendigen Gemeinde für Kinder bis Hochbetagte sein zu dürfen.

Tips: Warum sollte man am Heiligen Abend generell in den Gottesdienst gehen?

Hochmeir: Weihnachten ist ein Fest großer Sehnsüchte, in herausfordernden Zeiten, in denen wir leben, besonders. In dieser dunklen, friedlosen und vergänglichen Welt wird Christus, der Heiland geboren. Diese frohe Botschaft mitten in den Krisen unserer Zeit (in der viele alte Gewissheiten wanken) zu hören und davon zu singen gibt Hoffnung, Zuversicht und Halt, was auch immer kommen wird.

Tips: Gibt es eine Botschaft, die Sie unbedingt an diesem Abend in ganz Österreich aussenden möchten?

Hochmeir: Weihnachten bedeutet, Gott hat ein Herz für uns! Er hat uns (doch) nicht vergessen, sagen die Hirten im Krippenspiel staunend und fröhlich. Weihnachten berührt – die Botschaft von Weihnachten öffnet unsere Herzen, sodass sie freudig hinausgetragen wird: zu Anton, Anna und Paul, Resi,… von Haus zu Haus, in die ganze Welt.

Tips: Welche Erwartungen haben Sie an die TV-Übertragung?

Hochmeir: Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem ORF. Alle Mitarbeitenden, mit denen ich bisher zusammen gearbeitet habe, sind sehr professionell und menschlich. Miteinander wollen wir Mitfeiernden zuhause – egal ob allein oder als Familie – die Möglichkeit bieten, am Heilig Abend einen Gottesdienst zu feiern, damit Gott einzieht in die Herzen der Menschen.


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