Waizenkirchner unterstützen Ruanda
WAIZENKIRCHEN. Nach seinem ersten Besuch in Ruanda letztes Jahr machte der Waizenkirchner Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP) auf das Spendenprojekt „One piece of your heart“ aufmerksam. Mit den dadurch gesammelten Spenden von rund 40.000 Euro konnte eine Schule in Ruanda renoviert werden.

Letztes Jahr stellte Grüneis das Projekt mit einem Vortrag in Waizenkirchen vor. Durch die daraufhin eingehenden Spenden konnte die Renovierung einer Schule in Hangabashi, Ruanda, inklusive neuer WC-Anlage umgesetzt werden. Diese Schule wird von rund 150 Schülern besucht.
Zur Eröffnung der renovierten Schule begleiteten Grüneis außer seiner Freundin unter anderem auch sein Stellvertreter und der Waizenkirchner Pfarrer. Insgesamt bestand die Gruppe aus 20 Personen aus Oberösterreich und Salzburg. Der Waizenkirchner Bürgermeister berichtet: „Diese Reise war für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis. Einerseits sieht man, wie viel mit verhältnismäßig wenig Geld möglich ist. Andererseits sieht man auch die erschreckende Realität, unter welchen Bedingungen Menschen in den ärmsten Regionen der Welt leben müssen. Vor allem beim Besuch in Rasano an der Grenze zu Burundi sahen wir eine Schule und einen Kindergarten, die in unseren Augen in einem absolut menschenunwürdigen Zustand ist.“ Beim nächsten Spendenprojekt wird für die beiden Bildungsstätten in Rasano gesammelt. Damit hoffen die Verantwortlichen, möglichst bald diese Einrichtungen renovieren zu können.
Grüneis erzählt weiter: „Besonders ergreifend war das direkte Verteilen von Spenden an Menschen, die wir in ihren Siedlungen oder am Weg zur Schule getroffen haben. Wir haben zum Beispiel Kugelschreiber mitgebracht, da viele Kinder nichts zu schreiben haben und dadurch nicht ordentlich am Unterricht teilnehmen können. Die Freude der Kinder über eine Kleinigkeit wie einen Kugelschreiber ist kaum zu beschreiben. Fußball ist für viele der Kinder ihr größtes Hobby und oft auch Hoffnung auf ein besseres Leben. Die meisten haben allerdings keine richtigen Bälle, sondern nur zusammengerollte Bananenblätter. Einige Vereine, wie auch der SV Waizenkirchen, haben Trikots und Bälle gesponsert, die wir übergeben durften. Die Freude darüber war riesengroß.“
Warum er sich für die Projekte in Ruanda einsetzt erklärt der Waizenkirchner Bürgermeister so: „Nach dieser Reise wird einem wieder bewusst, worum es im Leben wirklich geht. Die Freude und Zufriedenheit von Menschen, die nichts haben, steckt einen an und es wird einem wieder bewusst, wie viel Glück wir in unserem Leben haben. Die Menschen in Ruanda sind die freundlichsten, die ich jemals gesehen habe. Egal, wo man hinkommt, wird man sehr nett begrüßt. Von allen Richtungen grüßen und winken einem Leute zu, die sich freuen, dass man ihre Region besucht.“


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