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1,3 Millionen Gäste pro Jahr: Landesrechnungshof bestätigt Erfolge der OÖ. Thermenholding

Helmuth Wimmer, 24.03.2026 13:57

BAD SCHALLERBACH. Der oberösterreichische Rechnungshof bewertet die EurothermenResorts als Leitbetriebe für die heimische Touristikbranche und als bedeutend für die Wirtschaft sowie als Arbeitgeber in den Standortregionen.

Im Durchschnitt zählen die EurothermenResorts 1,3 Millionen Gäste jährlich. (Foto: Weihbold)
Im Durchschnitt zählen die EurothermenResorts 1,3 Millionen Gäste jährlich. (Foto: Weihbold)

„Mit durchschnittlich rund 1,3 Millionen Thermengästen jährlich im Zeitraum von 2019 bis 2024 haben sich die drei EurothermenResorts in Bad Schallerbach, Bad Hall und Bad Ischl sehr erfolgreich entwickelt“, fasst Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) die Schlussfolgerung des Landesrechnungshofs zusammen.

Landeskuranstalten

Die ehemaligen Landeskuranstalten sind in den frühen 2000er Jahren als eigenständige Unternehmen der Oberösterreichischen Landesholding GmbH unter dem Dach der Oberösterreichischen Thermenholding GmbH zusammengefasst worden. Neben den 1,3 Millionen Thermengästen können die EurothermenResorts auch auf rund 220.000 Hotelnächtigungen und 220.000 Therapieanwendungen verweisen.

Im Zuge der Initiativprüfung stellte der Lechnungshof fest, dass sich die Eurothermen-Gruppe auf Basis der „OÖ Thermenstrategie 2010“ stetig weiterentwickelte. Eine aktualisierte, verschriftlichte Gesamtstrategie für die gesamte Unternehmensgruppe liegt jedoch nicht vor. Angesichts veränderter Marktbedingungen, steigender Energieanforderungen und anstehender Groß­investitionen empfiehlt der Rechnungshof die Einleitung eines Strategieentwicklungsprozesses. Aus einer neugefassten Unternehmensstrategie für die gesamte Gruppe sollen konkrete Detailkonzepte für die einzelnen Standorte abgeleitet werden. Auch das Land Oberösterreich als Eigentümerin soll künftig eine Gesamtübersicht über geplante Investitionen und deren Finanzierung einfordern.

Strategie

„Dies wird als Ergebnis des Ende 2024 gestarteten Prozesses für die strategische Weiterentwicklung der drei Standorte erfolgen“, kündigt Landesrat Achleitner an: „In diese Gesamtstrategie sollen in weiterer Folge auch Überlegungen zu weiteren Attraktivierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie deren Finanzierung einfließen.“

Der Rechungshof sieht zudem Potenzial in einer stärkeren Standardisierung und organisatorischen Bündelung standortübergreifender interner Verwaltungsaufgaben, zum Beispiel in den Bereichen IT, Rechnungswesen oder Personalverrechnung.

Wirtschaftliche Lage

Während die wirtschaftliche Lage in Bad Schallerbach wieder sehr gut und in Bad Ischl wieder stabil ist, bleibt die Situation in Bad Hall schwierig. 

Größere Sanierungen, Energieeffizienzmaßnahmen und die Dekarbonisierung der Wärme­versorgung stellen die Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren vor finanzielle Heraus­forderungen. Der LRechnungshof fordert eine fundierte Investitionsplanung im Einklang mit der künftigen Gesamtstrategie sowie eine Erhöhung der Eigenfinanzierungskraft, um den Bedarf an öffentlichen Mitteln so gering wie möglich zu halten.


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