Weibern gedachte des Bauernkrieges mit Blick in die Zukunft
WEIBERN. Mit einer ökumenischen Gedenkfeier erinnerten die Gemeinde Weibern, das Katholische Bildungswerk Weibern und die Evangelische Pfarre Wallern an 400 Jahre Oberösterreichischer Bauernkrieg. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Mut zum Miteinander“ und setzte ein Zeichen für Versöhnung, Respekt und Zusammenhalt.

Die historische Bedeutung des Ortes ist groß: In der Weiberau befand sich einst ein Ausbildungslager mit bis zu 20.000 Bauern. Wo vor 400 Jahren Konflikte und Gewalt herrschten, rückten heute Verbundenheit und Offenheit in den Mittelpunkt.
An der Feier beteiligten sich zahlreiche regionale Akteure, darunter die Theatergruppe Spielraum Gaspoltshofen, die Künstlergruppe Wüdwux, die Union Weibern sowie die Pfarre Weibern. Ein Druckworkshop widmete sich den oft vergessenen Frauen des Bauernkrieges.
Für den Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart sorgten Diözesanbischof Manfred Scheuer und Superintendent Gerold Lehner. Sie riefen in ihren Ansprachen zu gegenseitigem Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Glaubensgemeinschaften auf. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Daniel, Una und Johannes Roitinger.
Im Rahmen der communale oö 2026 wurden zudem vier Friedenseichen gepflanzt. Sie stehen symbolisch für Demokratie, Menschenrechte, Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Lebensräumen. Die Enthüllung einer Gedenktafel bei den Friedensbäumen bildete den Abschluss der Veranstaltung.
Das von der Künstlergruppe Wüdwux geplante Höhenfeuer „Von der Wut zum Mut“ musste wegen des Schlechtwetters verschoben werden. Neuer Termin ist Freitag, 19. Juni, um 21.15 Uhr.


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