Solarpioniere blicken in Meggenhofen auf 40 Jahre zurück
MEGGENHOFEN. Rund 150 geladene Gäste kamen zu einem besonderen „Klassentreffen“ zusammen. Hans Messenböck, Biobauer und Solarpionier, hatte Wegbegleiter aus Österreich und Süddeutschland eingeladen. Gemeinsam blickten sie auf 40 Jahre Solarbewegung zurück.

Die Anfänge reichen in die 1980er-Jahre zurück. Junge Menschen aus der Katholischen Jugend sowie Bauern schlossen sich zu einem Netzwerk zusammen. Sie wollten die Welt verändern und stießen damit nicht immer auf Zustimmung.
Messenböck erinnert sich an ein Gespräch mit dem damaligen Bischof Maximilian Aichern: „Burschen, ihr seid’s super! Aber nicht immer gegen was sein, sondern für was!“ Dieser Satz sei für ihn eine Initialzündung gewesen und habe sein weiteres Leben geprägt.
In der Folge entstanden Arbeitskreise zu Themen wie Waldsterben, saurem Regen, Ökologie in der Landwirtschaft, Umweltschutz und erneuerbaren Energien. Vorträge, Exkursionen und Workshops fanden in Österreich sowie im benachbarten Bayern und Baden-Württemberg statt. Ressourcen wurden gebündelt und der Selbstbau von Solaranlagen gestartet. In weiterer Folge entstanden mehr als 100 Firmen im deutschsprachigen Raum.
Rückblick und Ausblick
Zum Jubiläum trafen sich die einstigen und heutigen „Sonnenfänger“ am Biobauernhof der Familien Messenböck und Kapeller in Meggenhofen. Fachvorträge beschäftigten sich unter anderem mit dem Heizen und Kühlen mit Eisspeichern, der Vollversorgung mit erneuerbaren Energien und der Entwicklung der E-Mobilität. Die Gäste beteiligten sich außerdem an einem Stammbaum, der die jahrzehntelange Entwicklung der Solarbewegung bildlich festhält.
„Wir stecken mitten in der Klimakrise. Die logische Konsequenz: ein weiteres Wachstum beim Ausbau erneuerbarer Energiequellen“, sagt Messenböck. Sein Fazit: „Die Sonne schickt keine Rechnung.“








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