Dekanat Kallham startet Pfarrstrukturreform mit 13 Pfarren
KALLHAM/GRIESKIRCHEN. Das Dekanat Kallham hat den zweijährigen Prozess zur Umsetzung der Pfarrstrukturreform der Katholischen Kirche in Oberösterreich gestartet. Rund 130 Vertreter aus den 13 Pfarren des Dekanats nahmen an der Auftaktveranstaltung im Pfarrheim Grieskirchen teil.

Die Pfarrstrukturreform der Diözese Linz hat zum Ziel, die Seelsorge angesichts sinkender Ressourcen zukunftsfähig zu gestalten. Mehrere bisherige Pfarren sollen zu größeren, kooperativen Einheiten zusammengeführt werden. Damit sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, dass Seelsorge und Kirche trotz sinkender Priesterzahlen und veränderter gesellschaftlicher Bedingungen nah bei den Menschen bleiben.
Die Pfarren Dorf an der Pram, Gallspach, Grieskirchen, Hofkirchen an der Trattnach, Kallham, Neumarkt im Hausruckkreis, Pollham, Pram, Riedau, Rottenbach, St. Georgen bei Grieskirchen, Taufkirchen an der Trattnach und Wendling werden den Prozess gemeinsam durchlaufen. Am Ende sollen neue Pfarren als pastorale Räume mit Pfarrteilgemeinden entstehen.
Bei der Auftaktveranstaltung informierten die Prozessbegleiter Christoph Burgstaller und Christoph Artner-Sulzer sowie die inhaltliche Begleiterin Daniela Klein über Erfahrungen aus anderen Dekanaten. Christoph Lauermann, Ordinariatskanzler der Diözese Linz und Leiter der Stabsstelle Pfarrstruktur, stellte die grundlegende Struktur der künftigen Pfarre vor und beantwortete Fragen. Er erklärte, dass kirchliche Strukturen im Lauf der Geschichte immer wieder an die jeweilige Situation angepasst worden seien.
Ein wesentlicher Aspekt der Reform ist, dass es auch künftig ein flächendeckendes Netz von Pfarren in Oberösterreich geben soll. Getragen werden soll dieses von Priestern, Diakonen, Seelsorgern sowie haupt- und ehrenamtlich engagierten Gläubigen.
In Tischrunden wurden offene Fragen und Erwartungen besprochen. Thema war unter anderem, wie genügend Ehrenamtliche für die künftigen Seelsorgeteams gefunden werden können.
Für die Umsetzung im Dekanat ist ein Kernteam verantwortlich.
Dechant Johann Gmeiner zeigte sich zufrieden: „Die Stimmung war gut, die Teilnehmenden waren mit großer Aufmerksamkeit dabei. Ich gehe mit Zuversicht und Gottvertrauen die nächsten Schritte auf dem Weg vom Dekanat zur Pfarre.“








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