Heiligenbergerin schreibt Buch über Umgang mit Trauer
HEILIGENBERG. HEILIGENBERG. Margit Sandberger aus Heiligenberg hat ein Buch über den Umgang mit Trauer geschrieben. In „Der Trauer begegnen“ verbindet die seit 2004 verwitwete Autorin persönliche Erfahrungen mit sachlichen Informationen, Übungen und Texten.

Sandberger, Jahrgang 1977, setzt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Trauer auseinander. Sie arbeitet selbstständig als Humanenergetikerin in ihrer Praxis AUS.ZEIT in Heiligenberg und bietet unter anderem craniosakrale Körperarbeit und Radionik sowie Begleitung bei Trauer und Sterben an.
Die Idee für das Buch habe sie bereits seit etwa drei Jahren begleitet. „Und jetzt war die Zeit und auch ich reif genug“, sagt Sandberger. Einen einzelnen Auslöser für das Buch habe es nicht gegeben. Es sei vielmehr ein weiteres Ziel auf ihrem Lebensweg gewesen.
Eigene Erfahrungen
Sandberger ist selbst verwitwet. Ihre eigene Trauer habe sie dazu gebracht, sich intensiv mit sich selbst auseinanderzusetzen. „Ich habe dadurch sehr viel an mir selber gearbeitet und in verschiedenen Ausbildungen zur Humanenergetikerin gelernt, mit meiner Trauer zu leben“, erzählt sie.
„Der Trauer begegnen“ ist kein Buch über ihre persönliche Lebensgeschichte. Vielmehr fließen ihre Erfahrungen als Trauernde und als Trauerbegleiterin ein. „In jedem meiner Mundarttexte ist ein Stück von mir und meinem Leben enthalten“, sagt Sandberger.
Das Buch richtet sich an Trauernde, Trauerbegleiter und Menschen, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten. Die Kapitel greifen verschiedene Themen auf, die Menschen während einer Trauer begleiten können. Dazu kommen Übungen zum Nachdenken und zur eigenen Auseinandersetzung mit Trauer sowie passende Gedankentexte.
Auch der Umgang der Gesellschaft mit Trauer ist ein Thema. Sandberger wünscht sich, dass Trauernde nicht in bestimmte Vorstellungen eingeordnet werden. „Keiner trauert gleich und jeder hat ein Recht darauf, so um einen Menschen zu trauern, wie es für ihn passt.“
Eigener Umgang mit Trauer
Ein Kapitel beschäftigt sich auch mit der Frage, was man einem trauernden Menschen sagen kann. Sandberger möchte dabei Alternativen zu vertrauten Floskeln aufzeigen. Statt „Es wird alles wieder gut“ könne es etwa heißen: „Nichts wird mehr, wie es war. Alles wird anders. Ich bin für dich da, wenn du es willst.“
Sandberger selbst hat das Schreiben von Texten und Gedichten als hilfreich erlebt. Deshalb enthält das Buch auch Übungen, bei denen Leser ihre eigenen Gedanken schriftlich festhalten können.
Die Autorin möchte dazu beitragen, dass Trauer und Tod weniger als Tabuthemen wahrgenommen werden. „Ich wünsche mir, dass Trauer gelebt werden darf, dass jeder Trauernde jemanden hat, wo er sich öffnen kann“, sagt sie.
Als zentralen Gedanken ihres Buches nennt sie zwei Sätze aus dem letzten Kapitel: „Trauer endet nie – aber sie verwandelt sich. Trauer ist kein Ort, wo man bleibt – sie ist ein Übergang.“
Mundarttexte und Spende
Sandberger hat bisher drei Mundartbücher im Eigenverlag veröffentlicht und schreibt auch Mundartlieder. In „Der Trauer begegnen“ ist das Buch zwar auf Hochdeutsch geschrieben, das letzte Kapitel bilden jedoch mehrere Mundartgedichte zum Thema Trauer.
Das Buch kostet 18 Euro. Ein Euro pro verkauftem Exemplar geht an den Verein „Rollende Engel“. Sandberger unterstützt den Verein auch bei weiteren Veranstaltungen und sammelt dort Spenden.
Buchvorstellung in Heiligenberg
Die Buchvorstellung findet am 27. Oktober 2026 um 19.30 Uhr im Pfarrhof Heiligenberg statt.
Das Buch ist direkt bei Margit Sandberger erhältlich und kann bei ihr auch bestellt werden. Außerdem gibt es „Der Trauer begegnen“ am Gemeindeamt Heiligenberg, bei Thalia in Grieskirchen und in der Trafik Hinterberger in Waizenkirchen.
Weitere Abende mit Sandbergers Büchern, Texten, Liedern und Gedanken können bei ihr per E-Mail unter aus-zeit@gmx.at angefragt werden. Auch bei diesen Veranstaltungen sammelt sie Spenden für den Verein „Rollende Engel“.








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