Petition: Mehr Respekt bei medizinischen Gutachten gefordert
BAD SCHALLERBACH. Die Österreichische Vereinigung Morbus Bechterew setzt sich gemeinsam mit weiteren Organisationen für faire medizinische Begutachtungen ein. Die Kampagne „Meine Würde. Nicht euer Misstrauen“ fordert mehr Respekt und nachvollziehbare Entscheidungen. In Oberösterreich gibt es neun Morbus-Bechterew-Therapiegruppen. Eine davon befindet sich in Bad Schallerbach.

Knapp 30 Interessenvertretungen und Sozialorganisationen fordern eine umfassende Reform des österreichischen Begutachtungssystems. Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen berichten von Misstrauen, belastender Bürokratie und dem Gefühl, ihren Unterstützungsbedarf immer wieder rechtfertigen zu müssen.
Die Kampagne fordert, dass Betroffene respektvoll behandelt werden und medizinische Gutachten auf fachlich fundierten Grundlagen beruhen. Bei komplexen oder seltenen Erkrankungen sollen entsprechend qualifizierte Fachpersonen die Beurteilung übernehmen. Vorhandene Fachgutachten sollen verpflichtend berücksichtigt werden.
Bei dauerhaften Behinderungen soll eine erneute Begutachtung entfallen, wenn sich der Gesundheitszustand nicht ändert. Außerdem verlangen die Organisationen schriftliche und nachvollziehbare Begründungen für abgelehnte Anträge. Betroffene sollen Gutachten einsehen und anfechten können. Auch die Unabhängigkeit der begutachtenden Stellen müsse sichergestellt sein.
Die Österreichische Vereinigung Morbus Bechterew ruft dazu auf, die Petition „Meine Würde. Nicht euer Misstrauen“ zu unterzeichnen. Informationen und die Möglichkeit zur Unterstützung gibt es unter www.meinewuerde.at.








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