Einkommensschwere schließen - eine Forderung zum Weltfrauentag
GRIESKIRCHEN/EFERDING. Noch immer verdienen Frauen in Österreich für gleichwertige Arbeit um 20 Prozent weniger als Männer und erhalten durchschnittlich 42 Prozent weniger Pension. „Wir Frauen haben in der Vergangenheit zwar bereits viel erreicht, doch alleine diese Zahlen zeigen, dass wir noch lange nicht am Ziel angelangt sind“, sagt die Vorsitzende der FSG Grieskirchen, Sabine Ameshofer und fordert das Schließen der Einkommensschere. Zum Weltfrauentag wurden rote Nelken als Wertschätzung an die weiblichen Bürger verteilt.

Für die Schlieung der Einkommensschere wäre laut Ameshofer ein Vehikel ein Lohntransparenzgesetz, das alle Einkommen offenlegt. Einkommensberichte ohne Sanktionen und nur in Großbetrieben seien dafür deutlich zu wenig. Ein weiterer Schritt wäre die gesetzliche Anrechnung von Karenzzeiten, die die Einkommensschere wieder ein Stück weit schließen würde.
Neben dem niedrigeren Verdienst im Job erledigen Frauen sehr oft auch unbezahlte Arbeit im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. „Mit einer Vollzeitbeschäftigung ist das für viele kaum unter einen Hut zu bringen“, sagt Ameshofer. Deswegen ist es notwendig, die Kinderbetreuung flächendeckend auszubauen.
Genauso soll es einen Rechtsanspruch auf den Papamonat geben, damit Väter die Chance haben, sich verstärkt an der Kindererziehung zu beteiligen und die unbezahlte Arbeit gerechter verteilt werden kann. Bei der Pflege von Angehörigen,die zumeist von Frauen versorgt werden, muss es einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und -teilzeit geben, um jene, die sich um alte und kranke Familienmitglieder kümmern, zu entlasten.


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