Bundesministerin Köstinger besucht Hochwasserschutzbecken Kehrbach
GRIESKIRCHEN/SCHLÜSSLBERG. In den vergangenen Jahren kam es nach Starkregen an der Gemeindegrenze zwischen Grieskirchen und Schlüsslberg wiederholt zu Überflutungen von Wohnobjekten, Unternehmen und der Bahnstrecke Wels-Passau. Deshalb wird an einem Schutzbecken gearbeitet. Der Wasserverband Trattnachtal lud zur Baustellenbesichtigung.

Rund die Hälfte des 1,9 Millionen Euro-Projekts wird aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus finanziert. Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat sich daher persönlich ein Bild von den Baufortschritten gemacht. „Unwetter haben am Kehrbach immer wieder zu Hochwasser geführt. Das Hochwasserprojekt Kehrbach zeigt, was durch gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Land, Gemeinden, Wasserverband und Bahn erreicht werden kann. Als Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus finanzieren wir rund die Hälfte des Projekts. Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren ist eine Investition in mehr Sicherheit. Und diese Investitionen gehen auch in die Baufirmen vor Ort und somit in die heimische Wirtschaft“, sagt Bundesministerin Köstinger.
Das Rückhaltebeckens mit einem Speichervolumen von 28.000 Kubikmetern soll laut Wasserverband in Zukunft noch besser vor Unwetterfolgen schützen. Landesrat Wolfgang Klinger (FPÖ) spricht in seiner Rede von einem vorbildlichen Hochwasserschutz in der Region und freut sich, dass das Projekt auch von den Anrainern so gut angenommen wird. Auch Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) spricht von einem guten Tag für den Bezirk Grieskirchen.
Das Becken soll laut Leopold Hofinger, Obmann des Wasserverbandes Trattnachtal, im Frühjahr 2022 fertig gestellt werden. Auch die ökologische Gestaltung soll dabei einen Schwerpunkt einnehmen. Die Planung und örtliche Bauaufsicht haben die Zivilingenieure für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft Thürriedl-Mayr aus Grieskirchen übernommen.
Beinahe die Hälfte des Projekts (46,37 Prozent) konnte aus Fördermitteln des Bundesministeriums und 40 Prozent aus Mitteln des Landes Oberösterreich finanziert werden. Rund 250.000 Euro (13,6 Prozent) wurden vom Projektträger, dem Wasserverband Trattnachtal, und zum Hauptteil von seinen Mitgliedsgemeinden Grieskirchen und Schlüßlberg übernommen. Ein Sonderbeitrag in der Höhe von 65.000 Euro wird von der ÖBB aufgebracht.


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