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NATTERNBACH. Nadine Humberger (ÖVP) wurde im Oktober zur Ortschefin gewählt. Im Tips-Interview spricht die erste Bürgermeisterin Natternbachs über ihre Pläne und die Herausforderungen in der Gemeinde.

Nadine Humberger steht den Natternbacher Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. (Foto: Privat)
Nadine Humberger steht den Natternbacher Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. (Foto: Privat)

Tips: Frau Humberger, haben Sie sich schon an Ihre neue Aufgabe als Ortschefin gewöhnt?

Humberger: Durch meine bisherige Tätigkeit als Vizebürgermeisterin waren mir schon viele Vorgänge im Gemeindeamt bekannt. Gleich am ersten Tag wurde ich durch alle Gemeindemitarbeiter sehr herzlich empfangen. Man spürte sofort das sehr angenehme Klima.

Tips: Was hat Sie dazu bewegt, Bürgermeisterin zu werden?

Humberger: Ich war und bin immer stolz auf unser Natternbach und lebe sehr gerne in unserem schönen Ort. Wir haben so viel zu bieten und das habe ich immer schon sehr geschätzt. Aus diesem Grund engagierte ich mich bereits seit Jahren im Verein Zukunft Natternbach. Ich möchte für meine Heimat einen Beitrag leisten und mich einsetzen – damit alle Natternbacher genauso gerne hier leben wie ich selbst.

Tips: Welche Tipps haben Sie für Frauen, die sich für Politik interessieren, aber noch nicht trauen in der eigenen Gemeinde politisch aktiv zu werden?

Humberger: Ich persönlich hatte nie Schwierigkeiten mich in männerdominierten Tätigkeiten durchzusetzen. Wichtig ist, egal ob in meinem Beruf in der Baubranche oder auch als Bürgermeisterin: Einfach der eigenen Überzeugung nachgehen, mit bestem Wissen und Gewissen die Themen in Angriff nehmen und die gesetzten Ziele zu verfolgen. Ich bin auch der Meinung, dass sich in diesen Bereichen vieles verändert hat und vor allem Kompetenz und Engagement immer mehr in den Vordergrund rücken – egal ob Mann oder Frau.

Tips: Wo sehen Sie die größte Herausforderung in Natternbach?

Humberger: Als große Herausforderung steht das Freibad an, da es in finanzieller Hinsicht ein schwer zu stemmendes Projekt sein wird. Hier ziehen alle Fraktionen an einem Strang und legen größtes Interesse daran, es weiter zu erhalten. Wir sind derzeit intensiv damit beschäftigt, ein geeignetes Betriebskonzept zu erstellen sowie die Gesamtkosten zu ermitteln. Wichtig ist hier, die Entscheidungen für die Zukunft unserer Freizeiteinrichtungen mit Verantwortungsbewusstsein und dem nötigen Weitblick zu treffen.

Tips: Bei der Natternbacher Online-Jugendumfrage 2021 wurde die Nutzbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel bekrittelt. Gibt es hierzu Lösungsvorschläge?

Humberger: Ja, das kenne ich selbst aus meiner Jugend und das Problem begleitet die meisten ländlichen Gemeinden. Uns ist diese Thematik bewusst und wir sind bemüht, diese zu verbessern. Gerade für unsere Schüler, die täglich pendeln müssen, wäre hier eine Veränderung ein großer Mehrwert. Zusätzlich arbeiten wir gerade an der Einführung einer Jugendtaxi-App.

Tips: Gewünscht wird bei der Jugend-Umfrage auch ein größeres Angebot an Gastronomie und Sportmöglichkeiten.

Humberger: Der Bau eines neuen Mehrzweckgebäudes mitten im Zentrum steht schon in den Startlöchern. Hier sind wir verstärkt auf der Suche nach einer optimalen Nutzung des Erdgeschosses. Natürlich wäre die Lage unter anderem perfekt für eine Gastronomie. Sollte es hierzu Interessenten geben, freuen wir uns über alle Anfragen. Im Bereich der Sportmöglichkeiten sind wir grundsätzlich sehr gut aufgestellt – laut unserer Umfrage sind aber die passenden Angebote und Aktivitäten für Mädchen genauer zu betrachten und gegebenenfalls zu erweitern.


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