Peter Oberlehner: "Wir sind eine Zusammenarbeitsfamilie"
GRIESKIRCHEN. Die Grieskirchner Bezirks-Volkspartei betont die Wichtigkeit der Gemeinden und kommunalen Verbände für ein funktionierendes Miteinander, die Demokratie und eine bürgernahe Politik.

Die Gemeinden seien die Ebene der Wahrheit, weil dort die Wirklichkeit geschehe. Zudem seien sie ein Faktor für die Sicherheit der Menschen. „Zufriedenheit und Lebensqualität der Menschen entsteht primär in den Gemeinden“, so Landtagsabgeordneter, Bezirks-Bürgermeistersprecher und Pöttings Bürgermeister Peter Oberlehner bei einem Pressegespräch der Grieskirchner VP.
Man sei eine große „Zusammenarbeitsfamilie“ und die einfachste Form der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden sei der Austausch. Dieser passiert auch in Form der drei Verbände Bezirksabfallverband, Sozialhilfeverband und Wegeerhaltungsverband, bei denen alle Gemeinden Mitglieder sind. Dazu gehören noch eine Vielzahl an weiteren kommunalen Verbänden wie Wasserverbände, Reinhalteverbände, Standesamt-, Kindergarten-, Hochwasserschutz-, und Wirtschaftsverbände.
„Politik ist Handwerk“
Landtagspräsident Max Hiegelsberger aus Grieskirchen sprach davon, dass Politik eben auch ein Handwerk sei und eine Fachkompetenz nicht ausreiche, um erfolgreich Politik für die Menschen zu machen. Auch er hob die Bedeutung der Gemeinden als unterste und bürgernäherste Ebene der Politik hervor. So wäre etwa die „gesamte Abarbeitung der Pandemie ohne den Gemeinden nicht möglich“ gewesen. Denn die Bundesgesetze würden auf der Gemeindeebene vor Ort umgesetzt, hielt er fest.
Auch der Nationalratsabgeordnete Laurenz Pöttinger weiß: „Kleine Einheiten wie Gemeinden sind sehr wichtig.“ Mit einem Gemeindepaket, einer finanziellen Unterstützung, wurden zusätzliche Finanzmittel in der Höhe von 1.514 Millionen Euro seitens des Bundes bereitgestellt. In Summe sind es seit 2020 mehr als 16 Millionen Euro. „Wir haben in Wien aber nicht immer alles richtig gemacht“, fügt Pöttinger hinzu. Man könne in diesen Zeiten allerdings nicht alles richtig machen, denn schließlich seien Menschen am Werk, argumentiert Oberlehner.
Pachner möchte mehr Frauen in die Politik bringen
Maria Pachner, jahrelange Bürgermeisterin in Grieskirchen, hat sich zum Ziel gesetzt, vermehrt junge Frauen für die Politik zu begeistern, was der ÖVP im Bezirk Grieskirchen unter anderem mit der Natternbacher Bürgermeisterin Nadine Humberger gelang. Die 32-Jährige hat seit letztem Jahr das Bürgermeisteramt in ihrem Heimatort Natternbach inne und war davor bereits Vizebürgermeisterin.
Pachner sieht sich dabei aber nicht als „Emanze“, sondern ist überzeugt davon, dass die Sichtweisen der Frauen genau so in die Politik gehören.
Nadine Humberger abschließend über ihre ersten 140 Tage als Bürgermeisterin: „Die Vielfältigkeit der Gemeindearbeit ist ungemein groß und auch herausfordernd, aber erfüllt mich mit großer Freude und Stolz.“ Sie könne allen jungen Menschen nur empfehlen, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren und damit etwas zu bewegen.


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