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GROSSGÖTTFRITZ. Der Pfarrverband Großgöttfritz, Grafenschlag und Niedernondorf wurde nun um Brand und Waldhausen erweitert und hat seit Kurzem einen neuen Pfarrer, Tomasz Tomski. Im Gespräch erzählt er über seine ersten Eindrücke und Wochen hier im Waldviertel.

Pfarrer Tomasz Tomski freut sich auf seine neue Aufgabe im Pfarrverband.
Pfarrer Tomasz Tomski freut sich auf seine neue Aufgabe im Pfarrverband.

Im Mai erfuhr Pfarrer Tomski von seiner Versetzung nach Großgöttfritz. Das Waldviertel war ein bislang unbekanntes Fleckchen für den gebürtigen Polen. Umso positiver war der erste Eindruck: „Die Umgebung ähnelt meiner Heimat – hügelig, viel Wald und Grün und nicht nur deswegen fühle ich mich hier ein bisschen wie zuhause“, schmunzelt der 45-Jährige. Ebenso hätten ihn auch die Menschen mit offenen Armen empfangen.Berufliche HerausforderungUnd auch wenn ihm bewusst ist, dass die Arbeit im erweiterten Pfarrverband – schließlich gilt es nun fünf Pfarren unter einen Hut zu bringen – eine Herausforderung für alle Beteiligten wird, freut er sich darauf. Bei seiner ersten Messe – wo auch die Jungschar zugegen war, war er – zumindest seinen Angaben zufolge – nicht nervös, im Gegenteil. „Mein Gedanke war: Endlich können wir arbeiten, jetzt geht“s los!“, schmunzelt Pfarrer Tomski. Großen Wert legt er auf die persönliche Verabschiedung jedes Messbesuchers, ein Brauch, den er seit jeher pflegt. Denn: „Es gibt nicht so viele Möglichkeiten die Gemeinschaft außerhalb der Sakramente gut kennen zu lernen und das ist ein toller Austausch.“ „Meine Intention seit jeher ist nicht nur für die Menschen,sondern mit ihnen zu arbeiten. Das liegt mir am Herzen – gemeinsam den Glauben zu stärkenund mich nach den Bedürfnissen der Gemeinde zu richten.“Pfarrer Tomasz TomskiUnd die vielfältige Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen ist einer der Gründe, warum er den Weg als Priester schließlich eingeschlagen hat. Er sieht dies als seine Bereicherung. Ebenso begeistern den 45-Jährigen sowohl Geschichte und Theologie als auch Psychologie, was nahezu perfekt in das geistliche Berufsbild passt. Und dieses fühlt sich einfach richtig an, wie er selbst sagt. Die kirchliche Jugend zu stärken und zu festigen, das ist ihm ein wichtiges Anliegen für die Zukunft. Solidarität zeigenUnd was meint Pfarrer Tomski zur aktuellen Flüchtlingsdebatte?„Menschen aufzunehmen, ist nächstenliebendund im Sinne der christlichen Religion, das steht außer Frage.“Pfarrer Tomasz Tomski“Es ist für uns alle in Europa eine große Herausforderung.  Aber ich bin kein Prophet. Wir kämpfen nun mit den Folgen, schade, dass wir als Regierungen, Länder und Institutionen nicht schon vorher präventiv vor Ort ansetzten. Dabei verstehe ich die Leute, die Angst haben vor dem Fremden, aber diese sollte nicht in Aggressivität und Hetze ausarten. Ich möchte auch keinen verurteilen, dennoch ist Solidarität in diesen Zeiten wichtig“, meint der Priester.Und damit erinnerte er sich an seine Pastoralarbeit mit kriminellen Jugendlichen: Anfangs hatte er ebenfalls Berührungsängste, diese gingen aber mit zunehmender Auseinandersetzung verloren. Und bereits die Geschichte hätte gezeigt, dass insbesondere ärmere Leute stetig unterwegs und auf der Flucht seien, das war, ist und wird sein, so Pfarrer Tomski abschließend.


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