Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Biologicum Almtal zeigte vielfältige Sichtweisen auf Konkurrenz und Kooperation

Daniela Toth, 09.10.2017 14:01

GRÜNAU. Das Thema „Miteinander. Gegeneinander – Das Prinzip Kooperation“ stand im Zentrum des diesjährigen „Biologicum Almtal“. Die Spannweite der Zugänge – von der Unternehmensberatung über die Biologie bis zur Ethik – zeigte sich bei der Abschlussdiskussion.

Die Referenten bei der Abschlussdiskussion (v.l.): Jorg Massen, Monika Betzler, Redouan Bshary, Moderatorin Susanne Barta, Martin Kocher, Kurt Kotrschal und Karin Luger Foto: Tóth

„Kooperation und Konkurrenz sind per se weder gut noch böse, es sind Strategien zur Wahrung des eigenen Vorteils und als solche keineswegs beschränkt auf den Menschen“, betonte Kurt Kotrschal, wissenschaftlicher Leiter des Biologicums, bereits in seinem Eröffnungsvortrag.

Kooperation kann auch Nachteile bringen

 Auch der Schweizer Ethnologe Reduan Bshary betonte diese Doppelseitigkeit: Bakterien, die „zu gut“ kooperieren, seien zwar erfolgreich und könnten sich stark vermehren, liefen aber gerade dadurch Gefahr, ihren eigenen Wirt – und damit ihre Lebensgrundlage – zu töten. Auch beim Menschen habe erst die starke Kooperationsorientierung das derzeitige Wachstum ermöglicht – mit ähnlichen Gefahren, argumentierte Bshary. Während die Philosophin Monika Betzler aus der Sicht der Ethik dazu die Frage der Werte stellte, betonte Kurt Kotrschal den beschreibenden Ansatz der Naturwissenschaften: „Biologen sind nicht dazu da, Werte zu entwerfen“.

Nach innen Kooperation, nach außen Konkurrenz

Dass Kooperation und Konkurrenz einander nicht nur entgegenstehen, strichen Biologe Jorg Massen und Unternehmensberaterin Karin Luger heraus: Unternehmen mit starker interner Kooperation seien nach außen konkurrenzfähiger.

„In der Politik wäre eine Mischung gut“

Aus systemischer Sicht hätten sowohl Kooperation als auch Konkurrenz ihre Vor- und Nachteile, erklärte Volkswirtschaftler Martin Kocher mit Verweis auf die Politik: „Systeme, die sehr kooperativ sind wie die Schweiz lassen nur schwer Veränderungen zu. Konkurrenzorientierte Systeme können leichter verändert werden – mit dem Nachteil der Instabilität“, so Kocher. Eine Mischung wäre gut: „Ich glaube, dass das die skandinavischen Länder gut hinkriegen“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

SPÖ Frauen Bad Goisern starten mit neuem Team durch Vorspann:

SPÖ Frauen Bad Goisern starten mit neuem Team durch Vorspann:

BAD GOISERN. Mit Andrea Pilz an der Spitze wollen die SPÖ Frauen neue Impulse setzen und sich künftig verstärkt für Frauen, Familien und ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Kunstvolle Zwischenstopps am Bahnhof Hallstatt

Kunstvolle Zwischenstopps am Bahnhof Hallstatt

HALLSTATT. Das leerstehende Wartegebäude beim Bahnhof Hallstatt wurde im Sommer zum Schauplatz verschiedener Kulturveranstaltungen.

Tips - total regionalEmma Salveter
Landjugend Pinsdorf lädt zum diesjährigen Insania

Landjugend Pinsdorf lädt zum diesjährigen Insania

PINSDORF. Am Freitag, 18. September, und Samstag, 19. September, findet am Sportplatz Pinsdorf das diesjährige Insania der Landjugend Pinsdorf ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Traunseetram wird modernisiert: Wochenlanger Schienenersatzverkehr

Traunseetram wird modernisiert: Wochenlanger Schienenersatzverkehr

GMUNDEN. Auf Fahrgäste der Traunseetram kommen Einschränkungen zu: Zwischen Vorchdorf und Kirchham fahren ab 18. September mehrere Wochen lang ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Feuerkogel wird zur Musikalm: Blasmusik und Almlieder wie früher

Feuerkogel wird zur Musikalm: Blasmusik und Almlieder wie früher

EBENSEE. Almlieder, Jodler und Blasmusik erklingen am 12. September am Feuerkogel. Auch eine Bergmesse und echte Hausmannskost stehen am Programm. ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Volleyball-Nachwuchs aus Gemona trainierte in Laakirchen

Volleyball-Nachwuchs aus Gemona trainierte in Laakirchen

LAAKIRCHEN. Die Städtepartnerschaft zwischen Laakirchen und Gemona del Friuli lebt sportlich auf. Neben dem gemeinsamen Training der jungen ...

Tips - total regionalEmma Salveter
Weitere Beiträge