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GRÜNAU. Noch vor zehn Jahren stand der Wildpark Grünau vor dem Aus. In den letzten Jahren konnte er einen beträchtlichen Aufschwung erleben. Nun bekommt auch die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle der Uni Wien eine neue Heimat.

V. l.: Forschungsstellen-Leiter Kurt Kotrschal, LH-Stv. Michael Strugl, Vizerektorin der Uni Wien Regina Hitzenberger, Wildpark-GF Bernhard Lankmaier und der Präsident des Wildpark-Betreibervereins Johann Vielhaber Foto: Hörmandinger

Seit 2009 wurden in den Wildpark Grünau rund drei Millionen Euro investiert. Zehn neue Tieranlagen wurden errichtet – derzeit wird an einer in Österreich einmaligen Gemeinschaftsanlage für Braunbären und Wölfe gearbeitet, die im Frühling in Betrieb gehen soll. Die Investitionen haben sich ausgezahlt: Lagen die Besucherzahlen 2009 noch bei 43.000, so kamen im Vorjahr 85.000 Menschen in den Wildpark. Für heuer erwartet Wildpark-Geschäftsführer Bernhard Lankmaier eine weitere Steigerung um 15 Prozent. 

„Einzigartiger Hot Spot der Verhaltens- und Kognitionsbiologie“

Die dem Wildpark angeschlossene Forschungsstelle wurde einst von Nobelpreisträger Konrad Lorenz begründet und war seit 1974 im „Auingerhaus“ untergebracht. Konrads Nachfolger unter Kurt Kotrschal forschen im Almtal auf höchstem Niveau. So sprach die Vizerektorin der Universität Wien, Regina Hitzenberger, beim Spatenstich für das neue Gebäude von einem „einzigartigen Hot Spot der Verhaltens- und Kognitionsbiologie“ mit großer Bedeutung für die Vermittlung von Wissenschaft – Stichwort „Citicen Science“ – und den Almtal-Tourismus.

1,1 Millionen Euro Landesförderung

Ermöglicht wurde der Bau, der auch optisch an dass „Auingerhaus“ angelehnt wird, durch eine Landesförderung von 1,1 Millionen Euro und durch die Herzog-von-Cumberland-Stiftung, die das Grundstück zur Verfügung stellt. „Gemeinsam schaffen wir so optimale Bedingungen für die wissenschaftliche Arbeit im Almtal“, freute sich auch Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl. Die Eröffnung der neuen Forschungsstelle ist für den Sommer 202 geplant.


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