Talschluss „Röll“ zum neuen Natura-2000-Schutzgebiet erklärt
GRÜNAU. Das Land Oberösterreich hat den rund 327 Hektar umfassenden Felskessel südlich des Almsees zu einem Schutzgebiet verordnet. Das Gebiet weist eine herausragende Vegetation auf.

Die „Röll“ ist vielen Wanderern und auch Kletterern bekannt. Der offene Talschluss liegt auf 600 bis 1050 Metern Seehöhe und ist mit buchenreichen Mischwäldern bewachsen. Landschaftsprägend sind die teilweise trockenfallenden Bäche sowie die mächtigen unbeeinflussten Schuttkegel und Schuttströme aus dem Toten Gebirge. Diese Schuttströme sind geprägt durch eine hohe Dynamik und eingeschränkte forstliche Nutzung und ermöglichen die naturnahe Entwicklung von artenreichen alpinen Rasen, Schneeheide-Alpenrosen-Latschengebüschen und subalpinen Waldtypen. Die Vegetation wird in den Tal- und Hanglagen von Waldmeister-Buchenwäldern unterschiedlichen Alters dominiert, die an den steileren Flanken in Schneeheide-Kiefernwälder und im südlichen Talschluss in Latschengebüsche übergehen.
Weitere Schutzflächen neu vermessen
Schon seit 2013 als Naturschutzgebiet verordnet ist das „Goiserer Weißenbachtal“. Dieses wurde nun erneut vermessen, ebenso wie die „Gierer Streuwiese“ in Roßleithen. Die Neuvermessung war notwendig, da viele Schutzgebiete auf alten Mappenplänen basieren, wodurch Nutzungsgrenzen nicht mit den Schutzgebietsgrenzen übereinstimmen, wie Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner erklärt.
Für alle drei Schutzgebiete wurden Landschaftspflegepläne erlassen.


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