Cumberland Wildpark: "Wohngemeinschaft“ von Wölfen und Bären als nächster Schritt
GRÜNAU. Mit dem Bau eines Gemeinschaftsgeheges, das in zwei Jahren fertiggestellt werden soll, wird das Zukunftskonzept des Cumberland Wildparks Grünau fortgesetzt.

Vor wenigen Jahren stand der Wildpark Grünau mit einem Jahresverlust von 70.000 Euro vor dem Aus. Ein engagierter Förderverein, angeführt von Präsident Johann Vielhaber, stellte mit Unterstützung von rund 60 Unternehmen und Privatpersonen aus der Umgebung – sowie mit Hilfe von Land OÖ und Cumberlandstiftung – den Wildpark auf neue Beine. Mit Erfolg: So entwickelten sich die Besucherzahlen von 43.000 im Jahr 2009 auf 73.000 im Vorjahr. Auch für heuer sind die Erwartungen hoch: Das erste Halbjahr weist eine Steigerung von 15 Prozent auf. Grund für die guten Zahlen sind die in den verangenen Jahren schrittweise gesetzten Zukunftsmaßnahmen: Acht Tieranlagen wurden erneuert und teils auf das Zehnfache vergrößert, daneben wurden Infrastruktur und Besucherzentrum erneuert. 600.000 Euro musste dabei der Wildpark selbst aufbringen, drei Viertel der Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro wurden vom Land OÖ getragen.
Zusätzlich soll nun ein gemeinsames Gehege für Bären und Wölfe errichtet werden – ein in Österreich bislang einzigartiges Projekt, so Wildpark-Direktor Bernhard Lankmaier.
Bei der Präsentation der Pläne für die neue „Tier-WG“ zeigten sich VP-Wirtschaftslandesrat Michael Strugl und SP-Gemeindelandesrätin Birgit Gerstorfer von der Bedeutung des Wildparks überzeugt. Die Projektkosten von rund 600.000 Euro sollen wieder zu drei Vierteln vom Land OÖ und zu einem Viertel vom Wildpark aufgebracht werden. Der Baubeginn ist für 2017 geplant, die Eröffnung erfolgt 2019.


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