Kraft aus der Natur
GRÜNBURG. Die Liebe zur Natur ist bei Cäcilia Burghuber sichtbar. Im großen Blumen- und Gemüsegarten sowie beim Radfahren und Wandern schöpft sie Kraft für die tägliche Arbeit. Unvorstellbar ist für die Grünburger Ortsbäuerin die Verschwendung von Lebensmitteln.

Cäcilia Burghuber führt mit ihrem Mann Hans und Sohn Gerald eine klein strukturierte Landwirtschaft mit zehn Milchkühen und Nachzucht am Fuße des Landsbergs in Grünburg. Der Grünlandbetrieb hat einiges an Steilfläche, wo die Handarbeit nicht zu kurz kommt. “Der Landsberg ist übrigens mein Trainingsberg, um dann größere Berge in Angriff zu nehmen“, erzählt die 55-Jährige, die gerne zum Abschalten und Kraftschöpfen wandern und bergsteigen geht. Mindestens einmal im Monat ist sie am Gipfel des Landsbergs anzutreffen.
Gemeinsam wandern
Auch mit ihren Bäuerinnen geht Cäcilia Burghuber, die seit acht Jahren Ortsbäuerin in Grünburg ist, oft im Ort und in der Umgebung wandern – unter dem Motto „Lerne deine Heimat kennen“. Im Winter sind die Grünburgerinnen für ihre Kripperlroas bekannt. Dabei kann man sich ein Bild vom zu Hause der Bäuerin machen. “Und auf unsere große Kuchenvitrine beim Ortsfest bin ich immer sehr stolz“, fügt die Hobbybäckerin hinzu. Das gemeinsame Arbeiten schweißt die Bäuerinnen zusammen und es besteht eine gute Gemeinschaft.
Lebensmittelverschwendung
„Man hört immer wieder, dass viel zu viele Lebensmittel und Speisereste im Müll landen. Für mich ist das unvorstellbar. Bei uns wird nicht ein Krümel weggeschmissen, sondern alles verwertet und Reste wie Salatblätter oder Abfälle frisst das Hausschwein“, erzählt Cäcilia Burghuber, die gerne alles von Germteig bis Torten bäckt. Für die Bäuerin fange die Verschwendung bereits an, wenn zu viel eingekauft werde. „Verlockend sind dabei Angebote wie: Nimm zwei zahl eines. Man sollte sich aber immer fragen: Was brauche ich wirklich?“, weiß die Grünburgerin.
Vorteile am Beruf Bäuerin
„Nur wer eine positive Einstellung zum Leben, zur Landwirtschaft und zur Arbeit mit Natur und Tieren mitbringt, kann mit Freude Bäuerin sein“, ist Burghuber überzeugt. Kaum ein anderer Beruf lasse so viel Freiheit und Eigenständigkeit zu, meint Burghuber. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei am Bauernhof gut gegeben. „Außerdem ist mein Arbeitsplatz zu Hause. Der tägliche Stau wäre für mich eine Katastrophe“, so die 55-Jährige: „Sicherlich gibt es auch Tage, wo etwas nicht so gut klappt und man sich ärgern muss. Dazu trägt auch bei, dass die Landwirtschaft sehr vom Wetter abhängig ist. Aber das ist halt unser Beruf.“
Lebensqualität auf kleinem Betrieb
Die Grünburgerin bewundert große landwirtschaftliche Betriebe, dass sie noch den Überblick bei den vielen Vorschriften und der Bürokratie behalten. Burghuber meint, sie „habe durch den kleinen Betrieb mehr Lebensqualität, ich bin auch mal fertig mit der Arbeit, bei größeren Betrieben ist das oft nicht so. Aber die Tendenz geht leider dahin, dass die Betriebe immer größer werden.“








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