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GRÜNBURG. Die Entscheidung von Robert Pernegger aus Grünburg, seinen Milchbetrieb von konventionell auf Bio umzustellen, war für ihn eine Kopfsache. Der Ortsbauernobmann möchte diesen Weg einschlagen, da er glaubt, sich in dieser Sparte mehr Möglichkeiten zur Vermarktung offenhalten zu können.

Ortsbauernobmann Robert Pernegger mit seinem Sohn Robert, Foto: Egelseder
Ortsbauernobmann Robert Pernegger mit seinem Sohn Robert, Foto: Egelseder

Robert Pernegger ist Ortsbauernobmann in Grünburg und lebt mit seiner Frau Susanne und den vier Kindern sowie seiner Mutter am Hof „Unterburgfell“, den er 2008 übernommen hat. Der gelernte Maurer, hat immer schon am Bauernhof mitgeholfen. 38 Hektar sind zu bewirtschaften und 30 Kühe sowie 50 bis 55 Stück Jungvieh zu versorgen. Dabei kommt die Familie manchmal etwas zu kurz. „Es ist schwierig, nicht zu viel zu arbeiten und auch Zeit für die Familie zu haben“, sagt der 40-Jährige.

In Grünburg gibt es viel Grünland. Mit 35 milchliefernden konventionellen Betrieben dominiert die Milchwirtschaft. Laut Robert Pernegger wurde bereits von der „Milchstraße“ gesprochen.

Perneggers haben sich dazu entschlossen, ihren Betrieb auf Bio umzustellen, um nachhaltiger zu produzieren und den Kindern ein Leben näher an der Natur zu vermitteln, um für die Zukunft offen zu sein. Bio ist für ihn eine Variante, die für die Zukunft offen steht sowie „Kopfsache, das passt nicht für jeden“. Es folgen nun zwei Jahre Übergangsfrist, die „ein bitterer und steiniger Weg werden, weil zwar schon Bio-Futter eingekauft werden muss, aber noch zu konventionellen Preisen geliefert wird.“

Regionale Marke stärken und zusammenhalten

Der Ortsbauernobmann von Grünburg setzt sich dafür ein, dass ihre regionalen Produkte – hauptsächlich von Gmundner Milch – auch im Handel erhältlich sind. „In Molln und Grünburg wird das von den Kunden bereits sehr gut angenommen“, so Pernegger.

Problematisch sieht er Gesetzesänderungen, welche die Arbeit erschweren. „Bevor sich bauliche Investitionen rechnen, muss man oft aufgrund neuer Gesetze schon wieder investieren. Das kann schnell zur Schuldenfalle werden. Ich bin ein Positivdenker, aber wenn sich am politischen Sektor nichts tut, werden sicher noch einige Betriebe aufhören“, so der 40-Jährige, dem es wichtig ist, dass mehr miteinander geredet wird und die Bauern zusammenrücken. „Wir müssen zusammenhelfen und positiv denken“, lacht Pernegger und fügt hinzu, „so hart es auch oft ist.“


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