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GUTAU/ARBING. Ein gemütliches Fest veranstaltete der Sparverein Fürling für seine Unterstützer sowie Vereinsmitglieder von „Arbing meets Africa“. Obmann Christoph Mayr übergab eine Spende von 500 Euro an die Arbinger.

Spendenübergabe an den Arbinger Verein. Fotos: Wiesinger
  1 / 5   Spendenübergabe an den Arbinger Verein. Fotos: Wiesinger

Kein Konkurrenzdenken herrschte zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten bei der heurigen Sympathicus-Landeswahl – im Gegenteil! Der Sparverein Fürling entschied sich bei der Siegerehrung spontan dafür, die Hälfte seines Gewinns – 500 Euro – dem Arbinger Verein „Arbing meets Africa“ zu spenden. „In Afrika sind schon zwei, drei Euro viel wert, mit 500 Euro kann der Verein viel bewirken“, begründet Obmann Mayr diese Entscheidung. Eine private Spende eines Sparverein-Unterstützers gab es noch oben drauf. Im Gegenzug dafür überreichten die Arbinger ihren Zipfer Bier-Gutschein an die Fürlinger. „Wir sind nur so wenige Leute, ihr könnt das Bier sicher besser brauchen“, sagt „Arbing meets Africa“-Schriftführer Michael Kragl bei der Spendenübergabe.

Schule in Afrika

Der Perger Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Schule in Kenia zu unterstützen. Aus einer einzelnen Lehmhütte, in der rund 40 Kinder unterrichtet wurden, entstanden bereits acht Klassenräume, ein Konferenzzimmer und eine Bücherei. „Mit dieser Spende können wir nun Bücher ankaufen“, sagt Kragl, der bei der Spendenübergabe über den Verein und das Schulwesen in Kenia erzählte. Der Verein besteht seit Herbst 2015, eine Reise nach Kenia war ausschlaggebend für die Gründung. „In Kenia gibt es entweder staatliche oder private Schulen, private sind aber für viele kaum leistbar und in staatlichen Schulen herrscht teilweise ein Schüler-Lehrer-Verhältnis von 1 zu 80 oder 100.“

Arbing School Kamobo

Die Arbinger Schule beschäftigt derzeit zehn Lehrer, auf die jeweils maximal 25 Kinder kommen. In der ehemaligen Lehmhütte ist der Kindergarten untergebracht, die Schüler lernen in Klassenräumen aus Ziegel. „Wir bieten den Kindern regelmäßigen Unterricht, was in staatlichen Schulen oft nicht der Fall ist. Außerdem bekommen die Schüler zwei kostenlose Mahlzeiten am Tag und die traditionelle Uniform ist zwar Pflicht, aber Familien, die sich die Kleidung nicht leisten können, werden von uns unterstützt“, erzählt Kragl, der selbst schon zweimal vor Ort war. Ein weiteres Ziel des Vereins „Arbing meets Africa“ ist die Hilfe zur Selbsthilfe sowie Arbeitsplätze in der Region zu sichern.

Zusammenhalt bewiesen

Gutaus Bürgermeister Josef Lindner lobte beide Vereine: „Ihr habt gezeigt, was Zusammenhalt heißt. Wenn man so viele Stimmzettel ausfüllt, dann muss das auch so sein. Danke an Tips, die mit der Aktion Vereine vor den Vorhang geholt hat; da lebt die ländliche Entwicklung.“

Der Verein „Arbing meets Africa“ erreichte bei der Sympathicus-Landeswahl mit 79.452 Stimmen den dritten Platz, was zum Großteil den fleißigen Bewohnern des Seniorenheims Perg zu verdanken war, die unermüdlich Tips-Stimmzettel gesammelt haben. Der Sparverein Fürling landete auf dem zweiten Platz mit 82.891 Stimmen.


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