Das Sommertheater Haag wurde mit Carmina Burana eröffnet
STADT HAAG. Vergangenes Wochenende wurde der Theatersommer Haag mit dem Eröffnungskonzert des Chores Haag begangen. Aufgeführt wurde dazu das Werk „Carmina Burana“ von Carl Orff.

Orff hat um 1935 die lateinischen Texte aus dem 11. und 12. Jahrhundert vertont, die Trink-, Spott- und Liebesgesänge darstellen. Mittlerweile sind die unterschiedlichsten Versionen dieses Werkes entstanden und kommen beispielsweise in etwa 70 Filmen vor.
Regen war kein Hindernis
Vor den Begrüßungsworten der Obfrau des Chores Haag, Eva Roob, musste der Intendant des Sommertheaters, Christoph Wagner-Trenkwitz, das wartende Publikum noch kurz wegen wetterbedingter Reparaturen vertrösten. Es hatte sich wegen böigen Windes eine Plane gelöst, die die Musiker mit ihren Instrumenten und auch das Bühnenbild schützen sollte. Das Bühnenbild war ein dreizehn Meter langes Gemälde mit Darstellungen aus der Carmina Burana, das 1996 von einer Linzer Kunstschule als Maturaprojekt geschaffen wurde. Glücksrad, Wein und Liebende waren auf dem farbenprächtigen Leinen abgebildet.
Geniales Zusammenspiel
Beeindruckend war dann das perfekte Zusammenspiel eines wirklich großen Ensembles: der Chor Haag in Gemeinschaft mit dem Michael Haydnchor-Lamprechtshausen, die Solisten Regina Riel als Sopranistin, Matthias Helm als Bariton, Markus Miesenberger als lyrischer Tenor, Lukas Sulzer und Sebastian Schleindlhuber am Klavier und das Ensemble „All Percussion“. Insgesamt standen 107 Mitwirkende auf der Bühne, die alle den gefühlvollen Anweisungen ihres Leiters Edgar Wolf folgten. Nicht zu vergessen sind die Schüler der Volksschule und der Musikmittelschule Haag, die zwei Stücke mit ihren jugendlichen Stimmen erhellten. Und so wie der Regen während der gesamten Vorstellung keine Pause machte, so gönnten sich auch die Solisten, Sänger und Musiker keine Pause und führten das Publikum von einem Höhepunkt zum nächsten bis sie sich in einem ekstatischen Finale wiederfanden, was mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen gedankt wurde.


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