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STADT HAAG. Irene und Robert Oberaigner betreiben eine Biolandwirtschaft. Einige Biobauern aus der Region trafen sich nun zum Informations- und Gedankenaustausch.

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Seit dem Frühjahr haben Irene und Robert Oberaigner einen zertifizierten Biobetrieb. Davor hatte der ehemals konventionelle Schweinemastbetrieb eine zweijährige Umstellungsphase durchzustehen. Kürzlich trafen sich mehrere Biobauern aus der Region, um bei einer Feld- und Hofbeschau Informationen auszutauschen und die Entwicklung der heurigen Ernte zu diskutieren.

Triticale und Mais

Robert Oberaigner zeigt auch Felder, auf denen er Triticale angebaut hat. Triticale ist eine Kreuzung aus männlichem Roggen mit weiblichem Weizen. Oberaigner verwendet es vorwiegend für die Fütterung seiner Schweine. Auf einem Feld ist deutlich der Einfluss vom Mais zusehen, den er im Vorjahr in Teilen desselben Feldes angebaut hatte. An diesen Stellen steht die Triticale viel dünner und auch niedriger, als an den anderen Stellen. Der Mais hat hier massiv Nährstoffe aus dem Boden gezogen, die der Triticale heuer nicht zur Verfügung stehen.

Dammkultur

Der Anbau in sogenannten Dammkulturen war eines der Themen. In früheren Zeiten eine durchaus übliche Technik, ist das „Anhäufeln“wegen der zunehmend industriellen Bearbeitung der Felderin Vergessenheit geraten. Aktuell erfährt der Dammbau aber eine Neugeburt, da sich diese Technik positiv auf das Mikroklima für die Pflanze auswirkt. Temperatur- und Wasserhaushalt werden positiv beeinflusst. Die beginnende Trockenheit bereitet den Biolandwirten Kopfzerbrechen. Die Blätter des Mais beginnen sich deshalb schon einzuringeln. Bei den Biobauern herrscht ein reger Informationsfluss über neue Techniken am Feld oder Versuche mit neuen Kulturen. Bei den Sojabohnen, die Robert Oberaigner heuer erstmals als Feldfrucht versucht, sind Trockenschäden erst sehr spät feststellbar. Der oberirdische Teil der Pflanze sieht noch gesund aus, während das Wurzelwerk mit den wichtigen Knöllchenbakterien schon Schaden genommen hat.

Pferdebohnen und Hafer

Die Pferdebohnen setzt Robert Oberaigner gemischt mit Hafer. „Blattläuse mögen den Hafer nicht, weshalb sie dann auch die Pferdebohnen in Ruhe lassen“, weiß Leopold Aichberger aus zehnjähriger Erfahrung zu berichten. Senf könne man für diese Kombination auch verwenden.

Das Leben als Bio-Schwein

„Ich könnte als konventioneller Schweinemäster die doppelte Menge Schweine mit dem halben Arbeitsaufwand versorgen“, erklärt Robert Oberaigner. Aber das widerspricht seiner Motivation für die biologische Landwirtschaft. Die Schweine genießen derweil den lauen Frühsommerabend in ihren Strohmieten. In der Überdachung sind Aussparungen, wo es durchregnen oder durchschneien kann. Das ist gesetzlich vorgeschrieben,damit die Tiere die herrschende Witterung miterleben können. Aber die 200 Schweine haben auch jederzeit die Möglichkeit sich in den Stall zurückzuziehen. Hier wird im Winter sogar eine Fußbodenheizung betrieben, damit die Tiere nicht frieren müssen.


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