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HAIBACH/BRÜSSEL. Beim Besuch des Haibacher Bürgermeisters Josef Reingruber erzählte Robert Schichl, wie sich der Verkehr aus seiner Sicht in Zukunft verändern wird.

Lebt und arbeitet seit 2014 in Brüssel: Robert Schichl. Foto: EU-Büro Claudia Schmidt
Lebt und arbeitet seit 2014 in Brüssel: Robert Schichl. Foto: EU-Büro Claudia Schmidt

Der aus Haibach stammende Schichl ist seit fast fünf Jahren als Büroleiter der EU-Abgeordneten Claudia Schmidt tätig und für die Agenden Verkehr, Infrastruktur und Transport zuständig. Dementsprechend weiß Schichl auch schon, wie die Zukunft –zumindest was den öffentlichen Verkehr betrifft – aussehen könnte. So sagt der Experte, dass Öffis in nur zehn Jahren nicht nur günstiger sein werden, sondern – wie am Beispiel Tokio bereits beschrieben – stark verändert sein werden.

„In Tokio werden erstmals bei Olympia 2020 fahrerlose Taxis und Busse die Touristen durch die Stadt chauffieren. Vor der Tür steht Platooning, wo LKW-Flotten führerlos in Kolonnen über die Autobahnen rollen werden. Nur im ersten Fahrzeug braucht es noch einen Fahrer“, sagt Robert Schichl.

Die Geisterbusse und Geistertaxis sollen vor allem im Stadtbereich und in den Umlandgemeinden zum Einsatz kommen. Der öffentliche Verkehr der Zukunft soll also rund um die Uhr ohne Fahrer funktionieren. Und wie alle Google Produkte sollen die selbstfahrenden Autos gratis sein. Der Fahrgast zahlt statt mit Geld mit seinen Daten. Werbeeinschaltungen im Taxi, im Bus oder direkt am Handy sollen die Fahrkosten hereinspielen.

Eine Chance für die Bahn

Der Bahn gibt Schichl in Zukunft nur in einem Sektor eine Wachstumschance: im Hochgeschwindigkeitsbereich. Dies werde laut dem Haibacher außerdem viele bewegen, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen. Eine weitere technische Innovation, die laut dem studierten Politikwissenschafter ansteht, ist die Zustellung diverser Pakete per Drohne. Dazu gäbe es bereits erste Testansuchen für Wien.

Breitbandinitiative positiv

Geht es um die Entwicklungen in seiner Heimat, so begrüßt der technisch versierte Beamte vor allem die Breitbandinitiative der Region, welche Interessensbekundungen sammelt: „Jedenfalls herzlichen und eindringlichen Dank für euren Einsatz für Breitband. Eine schnelle Verbindung ist im Prinzip die künftige Lebensader. Der momentane Zustand ist ein großes Problem, wenn ich daheim bin. Ich hoffe, die notwendigen Unterschriften kommen zusammen“.


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