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HALLSTATT. Ein im Nebel verirrter Wanderer beschäftigte am gestrigen 12. August die Bergretter: Der Mann verlor beim Abstieg vom Wiesberghaus nach Hallstatt die Orientierung und musste schließlich aus unwegsamem Gebiet im Bereich des Hirlatz/Zwölferkogellahnbock geborgen werden. 

Symbolbild: Weihbold
Symbolbild: Weihbold

Bei seinem ersten Notruf gab der 44-Jährige an, dass er sich irgendwo auf dem Dachstein im Nebel verirrt habe, verletzt sei und Hilfe benötige. Auch bei einem zweiten Notruf, der bei der Polizei in der Steiermark landete, konnte er keine genauen Koordinaten angeben. Mit telefonsicher Unterstützung eines tschechisch sprechenden Bergretters der Ortsstelle Hallstatt gelang es ihm schließlich, seine exakten Koordinaten per SMS zu übermitteln. Hierdurch konnte der exakte Standort im Bereich des Hirlatz/Zwölferkogellahnbock erhoben werden.

Zwei Bergretter der Ortsstelle Hallstatt befanden sich zufällig auf dem nahegelegenen Wiesberghaus und machten sich auf den Weg zum Verirrten. Da eine Verletzung vermutet wurde, stiegen auch zwei Bergretter sowie zwei Alpinpolizisten mitsamt Sanitätsmaterial zum Standort des Tschechen auf. Nach etwa einer Stunde Anmarsch hatten die Bergretter Rufkontakt zum Verirrten und erreichten diesen nach weiteren zwanzig Minuten.

Der Tscheche war augenscheinlich unverletzt, stieg gemeinsam mit den Einsatzkräften ab bzw. wurde ab dem Bereich Wiesalm mit dem Streifenwagen ins Tal gebracht. Der 44-Jährige hatte sich nach einer Internetrecherche für die Tour zum Wiesberghaus und wieder zurück entschieden. Er kam jedoch aus ungeklärter Ursache vom markierten Wanderweg ab und geriet auf Jagdsteige im Bereich des Hirlatz, welche mit „Steinmandln“ markiert sind. Als er auch diese Markierungen aus den Augen verlor und sich die Sicht durch eine aufziehende Kaltfront verschlechterte, geriet er in immer unwegsameres Gelände, bis er schließlich einen Notruf absetzte.


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