Forscher entdeckten lang gesuchten Durchstieg in der Hirlatzhöhle
HALLSTATT. Forscher haben im nördlichen Dachsteinmassiv einen lang gesuchten Durchstieg zur Hirlatzhöhle gefunden.

Die Hirlatzhöhle in Hallstatt wurde im Jahr 1949 entdeckt und 1971 als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt. Noch immer wird die Höhle im nördlichen Dachsteinmassiv weiterhin erforscht und vermessen. Seit den 70er-Jahren wurden zahlreichen Schächte erforscht und viele Jahre für die Erforschung der Schmelzwasserhöhle aufgewendet. Bis in eine Tiefe von rund 800 Metern drangen die Forscher vor und konnten sogar ein weit ausgedehntes Horizontalsystem entdecken.
Neuer Durchstieg entdeckt
Heuer versuchte erneut ein vierköpfiges Team, das Höhlensystem in Hallstatt weiter zu erkunden. Eingestiegen am Niederen Ochsenkogel in rund 2.000 Metern Seehöhe schlugen die Forscher in 830 Metern unter der Oberfläche ihr Camp auf und konnten danach auf einer weiteren 18-stündigen Forschungstour die Verbindung zu einer sieben Kilometer vom Eingang der Hirlatzhöhle entfernten Halle entdecken. Bereits vor mehreren Jahren wurden zwei Siphone mit 200 und 150 Metern Länge durchtaucht und dahinter weitere große Gänge und Hallen gefunden. In einer dieser ist jetzt der Zusammenschluss gelungen. Durch diesen Erschluss wurde die Gesamtlänge der Hirlatzhöhle um 7,2 Kilometer länger. Die Forscher hoffen, auch weiterhin neue Durchstiege zu entdecken.


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