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HALLSTATT. Die Weltkultur­erbe-Gemeinde war bis vor einigen Jahren Abgangsgemeinde, konnte aber die Finanzen auf gesunde Beine stellen, erzählt Bürgermeister Alexander Scheutz im Interview mit Tips-Redakteur Thomas Leitner. 

Bürgermeister Alexander Scheutz. Foto: Tom Leitner
Bürgermeister Alexander Scheutz. Foto: Tom Leitner

Tips: Gibt es schon eine konkrete Vorgehensweise, um den Verkehr in den Griff zu bekommen?

Scheutz: Das wichtigste Anliegen der Mitglieder der Arbeitsgruppe des Verkehrskonzepts war eine Reduzierung der Touristen, die mit den Reisebussen nach Hallstatt kommen. Ab kommendem Jahr wird es ein Bus-Slotsystem geben, das heißt, wer mit dem Reisebus kommen will, muss den genauen Tag sowie die Ankunftszeit und die Abfahrtszeit buchen. Buchen kann man nur ab einer Mindestaufenthaltsdauer von zweieinhalb Stunden. Die Buchungszeit beginnt um 8 Uhr und endet um 17 Uhr. Maximal 54 Reisebusse sind möglich. Ab 20 Uhr ist der Busterminal gesperrt.

Tips: Wie sieht aktuell die Bevölkerungsentwicklung in Hallstatt aus?

Scheutz: Unsere Bevölkerungszahlen sind noch immer leicht rückgängig, aber derzeit bleiben wieder vermehrt Jugendliche in Hallstatt und siedeln sich an. Es ist bei uns keine Frage der Arbeitsplätze, denn es pendeln mehr Menschen zum Arbeiten zu uns, als Hallstätter auspendeln. Es ist eher eine Frage der Kleinheit des Ortes. Zuletzt wurden auch Wohnhäuser verkauft, die danach als Ferienwohnungen vermietet werden und so für Hauptwohnsitze wegfallen. Dieser Thematik widmen wir uns derzeit im Gemeinderat sehr engagiert.

Tips: Gibt es aktuelle Bauvorhaben?

Scheutz: Wir werden das Gemeindewohnhaus neben dem Gemeindeamt im Ortszentrum sanieren und aus- bzw. umbauen, um weitere leistbare Gemeindewohnungen zu schaffen.

Tips: Dank der finanziell guten Lage kam es bisher zu keiner Erhöhung der Gebühren für die Bevölkerung, bleibt dies auch im kommenden Jahr so?

Scheutz: Ja, wenn es nach mir und meiner Gemeinderatsfraktion geht, wird das so bleiben. Lediglich bei den Abwassergebühren (Kanal) werden wir voraussichtlich um 2 Cent erhöhen, um den Förderungskriterien des Landes Oberösterreich zu entsprechen.

Tips: Hallstatt war bis vor einigen Jahren eine Abgangsgemeinde, wie haben sich gegenwärtig die Gemeindefinanzen entwickelt?

Scheutz: Den zahlreichen Unternehmen und Betrieben in Hallstatt geht es wirtschaftlich sehr gut, dies kommt wiederum durch die Kommunalsteuer auch der Gemeinde zugute. Hinzu kommen aber auch noch die gemeindeeigenen Gesellschaften sowie Beteiligungen. Die Parkraumbewirtschaftung, die Beteiligungen am Heritage Hotel und am Kleinwasserkraftwerk, aber auch unsere Wohn- und Geschäftsgebäude wirken sich auf unser Gemeindebudget, das sehr positiv ist, aus.


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