Nach mehreren Unfällen mahnen Bergretter sorgfältige Tourenplanung ein
Hallstatt. Alpinunfälle in den letzten Wochen im Zusammenhang mit Schlechtwettereinbrüchen lassen die Bergretter warnen. Eine sorgfältigere Tourenplanung und ein danach angepasstes Verhalten hätten Alpinisten und Bergrettern so manches Ungemach erspart.

Mehrere Alpinunfälle letzter Zeit hätten bei ein wenig Vorausschau verhindert werden können. So geriet eine Familie bei einer Wanderung zum Guttenberghaus in ein angekündigtes Gewitter und setzte darauf einen Notruf ab. In einem anderen Fall stiegen zwei deutsche Alpinistinnen bis in die Gipfelregionen des Dachsteins, bis sie im auch angekündigten Schneefall auf 2.700 Meter stecken blieben. Die Folge waren zum Teil recht riskante und aufreibende Rettungseinsätze. Ähnliche Situationen ereignen sich laut Bergrettung in jüngster Zeit regelmäßig.
Wetterbericht ernst nehmen
Für den Bergrettung-Landesleiter Christoph Preimesberger aus Hallstatt sind solche Notfälle meist auf eine ungenügende Tourenplanung zurückzuführen: „Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Wer aber den Wetterbericht ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn die Natur das Bergerlebnis zum Drama macht!“ Zur gründlichen Planung gehört auch das Abschätzen der Schwierigkeit und Länge einer Bergtour, so wie die darauf abgestimmte Ausrüstung. Im Zweifelsfall sollte auch vor Ort die aktuelle Situation abgefragt werden. Ein aufgeladenes Handy und ein Akkupack dienen der eigenen Sicherheit. Unter dem Notruf 140 ist die Bergrettung rund um die Uhr erreichbar. Vor allem für den Wanderherbst empfiehlt die Bergrettung das kürzer werdende Tageslicht zu beachten und sicherheitshalber eine Stirnlampe mitzunehmen.


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