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HASLACH/MÜHLVIERTEL. Der Verein MY4tl hat sich wieder was Neues einfallen lassen und lädt gemeinsam mit Partnern zum ersten Mühlviertler Clubfestival, das Kulturgenuss der besonderen Art garantiert. Der Einstieg erfolgt im Adlerkino, wo sich am 9. November alles um die alternative Fortgehkultur dreht.

  1 / 3   "Jedem Dorf sein Underground": Der Film erzählt, wie sich in den 90ern die Jugend in der Provinz selbst ihre Räume, ihre Musik, ihre Konzerte geschaffen hat.

Nachdem die bunt gemischte Truppe von jungen Leuten aus dem Mühlviertel mit dem MY4tl-Guide einen Überblick über das heimische Freizeit- und Gastronomieangebot erstellt hat, organisieren sie jetzt das erste Clubfestival fürs Mühlviertel – der Jahreszeit entsprechend „Anorak-Festival“ genannt. Dafür hat sich der Verein den Musikclub Lembach und dem Mezzanine Club ins Boot geholt. Gemeinsam wurde für vier Abende im November an vier Locations ein Programm der Extraklasse zusammengestellt. „Wir wollen damit mehr Aufmerksamkeit für die aktive 'alternative Jugendkulturszene' in der Region Donau-Böhmerwald schaffen“, erklärt Matthias Gahleitner die Hintergründe.

Kulturelle Vielfalt selber schaffen

Dazu wurde in den letzten Wochen ein kurzer Dokumentarfilm über die alternative Fortgehszene im Oberen Mühlviertel gedreht, der am 9. November im Adlerkino in Haslach gezeigt wird. Danach wird in entspannter Runde mit Kulturschaffenden über die Mühlviertler Kulturlandschaft geplaudert: Welche Errungenschaften, welche Hindernisse es gibt und warum so viele Menschen sich aktiv um kulturelle Vielfalt bemühen.

Jedem Dorf sein Underground

Zuvor ist der Film „Jedem Dorf sein Underground“ von Regisseur Jakob Kubizek zu sehen. Es zeigt Jugendliche in Steyr, die sich in den 90er zusammentaten, um einen Raum für sich, ihre Musik, ihre Selbstverwirklichung zu kämpfen – und erzählt damit zugleich die Geschichte von so vielen, die ihre Jugend in der Provinz erlebten: Fast überall gab es wie in Kubizeks Steyr: nichts. Fast überall wurde man mit dem Gefühl groß, in einer Falle zu leben, die sich erst mit der Volljährigkeit in Selbstbestimmung und Freiheit öffnen würde. Fast überall musste man sich zuvor das, was man wollte, selber machen: die Musik, die Räume, die Konzerte.

Drei Konzertabende

An drei weiteren Abenden folgen bayrischer Hip Hop mit „Dicht & Ergreifend“ im Gasthaus Höller; die Jahresfeier des Vereins MY4tl mit der Indie-Pop-Band „Back to Felicity“ und dem Singer Songwriter Tobyas im Galeriecafe Hofgartl; und ein Konzert mit den „Gewürztraminern“ im Musik-Kulturclub.

Termine:

9. November, 20 Uhr - Eröffnung:  Film „Jedem Dorf sein Underground“ & Diskussion über die alternative Fortgehszene im Mühlviertel im Adlerkino in Haslach

10. November, 21 Uhr: Konzert „Dicht & Ergreifend“ im Mezzanine Club, GH Höller, St. Peter

16. November, 21 Uhr: MY4tl Jahresfeier mit Akustik-Konzert von „Back to Felicity“ und „Tobyas“ im Hofgartl der Biobäckerei Hörschläger, St.Veit

17. November, 21 Uhr: Konzert „Gewürztraminer“ im Musik- Kulturclub Lembach

www.my4tl.at/anorak-festival


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