Damit der Neustart gelingt: Junge Haslacherin leistet Starthilfe zur Integration
HASLACH/BEZIRK ROHRBACH. Während immer noch unzählige Menschen auf der Flucht und in Asylquartieren untergebracht sind, bekommen die ersten Flüchtlinge ihre Bescheide zugestellt. All jenen, die in Österreich bleiben dürfen, leistet die Volkshilfe Starthilfe zur Integration.

Da geht es um die Beschaffung von Dokumenten, um die Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, um Familienzusammenführungen, um Unterstützung bei sozialen, rechtlichen, finanziellen Angelegenheiten. In erster Linie gilt es aber, leistbare Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge zu finden. „Die Lage sollte zentral sein, mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und darf auch nicht zu teuer sein. Da schaut es mit den Angeboten am Wohnungsmarkt nicht so gut aus“, weiß Simone Reischl. Die junge Haslacherin ist für die Volkshilfe im Bereich SI (Starthilfe Integration) tätig und unterstützt Flüchtlinge bei ihrem Neustart in Österreich.
So wie der 6-köpfigen Familie Ashrafi, die unbedingt im Bezirk, wenn möglich in Neufelden bleiben will. Die Eltern mussten mit ihren Kindern aus Syrien flüchten und leben seit etwa einem Jahr in Neufelden, der jüngste Sohn wurde bereits im Rohrbacher Krankenhaus geboren. „Die Kinder reden sehr gut Deutsch, eigentlich kommt die ganze Familie gut zurecht“, sagt Simone Reischl. Den ältesten Sohn unterstützt sie gerade dabei, eine Lehrstelle als Tischler zu finden.
Gute Ausbildung, aber kein Job
Denn neben der Wohnungssuche ist auch die Arbeitssuche nicht einfach für die anerkannten Flüchtlinge. „Ohne Wohnungsadresse gibt es schwer Arbeit, ohne Arbeit aber keine Wohnung“, beschreibt die SI-Beraterin die Schwierigkeiten. Dabei sind viele der Asylwerber sehr gut ausgebildet. Sie können abgeschlossene Studien oder Handwerksausbildungen vorweisen, „nur die Anerkennung ist oft schwierig. Das Arbeitsmarktservice ist aber bemüht, die Flüchtlinge schnell in Beschäftigung zu bringen, damit sie sich selbst versorgen können“, erklärt die Volkshilfe-Mitarbeiterin. Denn das sei das Ziel der gemeinsamen Bemühungen.
1500 Euro für den Neustart
Unterstützung für die Familie Ashrafi kommt von der Rohrbacher Firma eworx. Diese spendete 1500 Euro (den Erlös des Charity-Bogenturniers) für die Flüchtlinge. „Mit unserem Engagement für soziale Projekte möchten wir andere anstecken“, sagt Geschäftsführer Thomas Schauer, „wir möchten einen Beitrag leisten, um entwurzelten Menschen eine neue Heimat zu geben.“


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