Großer Durst
Hellmonsödt. Kalt ist es an diesem Maitag. Höchstens zehn Grad zeigt das Thermometer um 12 Uhr. Die kalten Temperaturen um diese Jahreszeit haben auch den Wasserverbrauch gedrosselt. Zumindest bis es wärmer wird. Denn dann beginnen die Hausbesitzer ihre Schwimmbäder zu füllen.

„Der Monat mit dem höchsten Wasserverbrauch ist traditionell der Mai. Nur letztes Jahr mussten wir, wegen der extremen Hitze, im August mehr Wasser liefern“, erklärt Wolfgang Aichberger, der Geschäftsführer des Wasserbandes Fernwasserversorgung Mühlviertel. Dass im Mai der Verbrauch so hoch ist, liegt daran dass die meisten Hausbesitzer ihre Pools füllen. Daher hofft Aichberger jedes Jahr, dass sich diese an die von den Gemeinden vorgegebenen Füllzeiten halten. „Im Mühlviertel gibt es genug Wasser für alle Bedürfnisse. Nur in Spitzenzeiten würde es hilfreich sein, würden nicht alle gleichzeitig einen grossen Wasserbedarf haben.“
Wie hoch der Wasserverbrauch in der Region an extremen Tagen sein kann, beweisen Zahlen aus 2012. „Normalerweise versorgen wir rund 65.000 Menschen täglich mit etwa 7.000 Kubikmeter Wasser. Vor vier Jahren schnellte der Verbrauch auf 14.000 Kubikmeter hinauf.“ Umgerechnet bedeuten diese Zahlen, dass jeder Bürger im Einzugsgebiet des Wasserverbandes an einem normalen Tag 120 Liter Wasser benötig.
Um die Qualität des Trinkwasser zu gewährleisten sind im Mühlviertel auch kleinere Aufbereitungsarbeiten notwendig. „Im Mühlviertel enthält das Wasser relativ viel natürliche Säure. Diese Entsäuerung ist notwendig, da sonst Metall oder andere Materialien durch das Wasser beschädigt werden“, erklärt Aichberger, der sich mit fünf anderen Mitarbeitern um das 190 Kilometer lange Rohrnetz des Wasserverbandes kümmert. Aichberger: „Durch eine gute Arbeitsaufteilung können wir mit diesem niedrigen Personalaufwand die sichere Versorgung mit Wasser garantieren.“


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