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HINTERSTODER. Anton Hackl, seit 2009 Ortsbauernobmann in Hinterstoder, setzt sich für eine gute Verständigung zwischen den Naturnutzern ein.

Anton Hackl ist Ortsbauernobmann in Hinterstoder. Foto: Egelseder
Anton Hackl ist Ortsbauernobmann in Hinterstoder. Foto: Egelseder

Anton Hackl führt mit seiner Frau Johanna einen Biobergbauernhof in Hinterstoder mit rund zehn Milchkühen und circa 35 Stück Jungvieh, welches den Sommer auf der Genossenschaftsalm „Schafferreith“ verbringt. Zum Betrieb gehören die Direktvermarktung von Fleisch und eine Ferienwohnung. Anton Hackl arbeitet zudem stundenweise in der Nahwärme.

Unnötige Bürokratie

Der Landwirt berichtet, dass Kontrollen, Auflagen und Aufzeichnungspflicht steigen. Doch der 51-Jährige betont: „Ich möchte keinen anderen Job haben. Als gelernter Kellner kenne ich auch eine andere Arbeit, ich möchte aber nichts anderes machen.“

Falsches Bild von der Landwirtschaft

Viele haben, laut Anton Hackl, ein falsches Bild von der Landwirtschaft. „Wir arbeiten nicht von früh bis spät, sondern fahren auch in den Urlaub und sind gerne auf den Bergen unterwegs“, erzählt der vierfache Vater: „Die Gäste unserer Ferienwohnung können sich ein gutes Bild machen. Eine bessere Werbung gibt es nicht, als ihnen zu zeigen, wie es läuft.“

Jugend kaum interessiert

Elf landwirtschaftliche Betriebe gibt es noch in Hinterstoder. „In Zukunft werden noch mehr kleine aufhören oder größer werden“, glaubt Anton Hackl: „Es wird schwieriger werden, junge Leute dazu zu motivieren, die Landwirtschaft weiterzuführen. Sie verdienen in ihren Jobs gut und der Verdienst in der Landwirtschaft im Vergleich zur Arbeit interessiert viele nicht.“

Stärkere Rücksichtnahme

Die Zusammenarbeit unter den Bauern sowie die Rücksichtnahme der Naturnutzer untereinander sind dem Ortsbauernobmann wichtig. „Ich möchte das Verständnis zwischen den Naturnutzern wecken. Grundbesitzer sollten beispielsweise nicht einfach aus Lust und Laune einen Weg absperren. Wenn jedoch eine Sperre besteht, sollten sich die Wanderer im Gegenzug auch daran halten“, so Anton Hackl.


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