Tausende Fans jubelten über Vincent Kriechmayrs Sieg im Super-G
HINTERSTODER. Das Weltcup-Wochenende in Hinterstoder war trotz anfänglicher Wetterkapriolen ein Riesenerfolg. Tausende Fans reisten ins Stodertal, um beim Wintersport-Event live dabei zu sein.

Das Organisationskomitee rund um Herwig Grabner und über 500 Ehrenamtliche vom Union Ski-Club Raiffeisen Hinterstoder haben den Ski-Weltcup erst möglich gemacht. Landeshauptmann Thomas Stelzer bezeichnete Hinterstoder als Musterbeispiel: „Hinterstoder kann so ein Großevent auf die Beine stellen, weil es viele Helfer gibt, die das nicht nur wollen, sondern die ihr Herzblut hineingeben und selbst Hand anlegen!“
Wirtschaft profitiert
Bürgermeister Helmut Wallner meinte: „Das ist ein Wahnsinn für Hinterstoder. Dafür sind unsere Betriebe da und dafür haben wir Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter bringen Leistungen auf hohem Niveau.“ Wirtschaftskammer Bezirksobmann Klaus Aitzetmüller zeigte sich ebenfalls begeistert: „Das internationale Rampenlicht ist für einen Randbezirk im Wettbewerb wichtig, um sich als eine Region zu positionieren, in der es sich gut arbeiten, wirtschaften und freizeiten lässt.“
Enormer Werbewert
Auch seitens des Tourismus gab es Grund zur Freude, denn nahezu alle Betten in der Region waren belegt. Zudem rechnet Gerhard Lindbichler, Obmann des Tourismusverbands Pyhrn-Priel, mit vielen weiteren Gästen in den nächsten Jahren: „Der Weltcup hat einen unheimlichen Werbewert für die gesamte Region. 2016 wurde der Werbewert mit zwölf Millionen Euro beziffert. Ich glaube da werden wir heuer auch ungefähr hinkommen. Ohne Weltcup würden uns viel weniger Leute kennen. Der Bekanntheitsgrad ist unbezahlbar.“ Das meint auch Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner: „Menschen aus rund 60 Ländern haben gesehen, dass hier die besten Skifahrer der Welt fahren und es deshalb ein tolles Skigebiet sein muss. Mehr als 30.000 Besucher und rund 15.000 Nächtigungen haben aber auch eine hohe Wertschöpfung für die Hotellerie, die Gastronomie sowie Handel und Gewerbe in der Region gebracht.“
Schnee ist wichtig für die Bilder
Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbandes, betonte: „Dass es geschneit hat, hat uns zwar sehr weh getan und viel Arbeit gemacht, aber es ist rundherum alles weiß. Wir können Schnee herzeigen – das ist ganz wichtig für die Bilder, die hinausgehen.“
Stolz auf Vincent Kriechmayr, den „Ober-Oberösterreicher“
Besonders stolz waren die Oberösterreicher auf ihren Lokalmatador Vincent Kriechmayr, der den Super-G gewonnen hat. „Ich hätte nicht den Mut gehabt, mir die Startnummer eins zu nehmen. Er ist ein brutal cooler Hund. Es gibt nur wenige Sportler, die das schaffen“, zollte FIS-Renndirektor Hannes Trinkl seinen Respekt. Thomas Stelzer bezeichnete Kriechmayr sogar als den „Ober-Oberösterreicher“.


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