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BRAUNAU/HOCHBURG-ACH. Anlässlich 200 Jahre „Stille Nacht“ schreibt die Franz Xaver Gruber Gemeinschaft gemeinsam mit der Stadt Burghausen einen Friedenspreis aus. Dieser ist mit 5000 Euro dotiert und soll eine Anerkennung für Friedensprojekte aus der Region sein.

Von links: Gerhard Haring (Obmann der F.X. Gruber Gemeinschaft), Sigrid Resch (Burghauser Touristik), Bezirkshauptmann Georg Wojak (Friedensbezirk Braunau), Ideengeber Hubert Starflinger, Johann Reschenhofer (Bürgermeister von Hochburg-Ach) und Wolfgang Reindl (Tourismusregion Seelentium)

Im Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishaus in Hochburg-Ach, dem Geburtsort des berühmten Komponisten von „Stille Nacht“, präsentierten die Projektpartner ihr Vorhaben. „Wir wollen das Jubiläum so feiern, wie das Lied selbst ist: still, authentisch und herzlich – und vor allem gemeinsam“, erklärt der Obmann der Franz Xaver Gruber Gemeinschaft Gerhard Haring.

Die Verleihung des Stille-Nacht-Friedenspreises gemeinsam mit der Stadt Burghausen ist ein Teil davon. Die Idee dazu hatte der Burghauser Rechtsanwalt Hubert Starflinger, der seit acht Jahren in Hochburg-Ach lebt: „Ich habe überlegt, was es mit „Stille Nacht“ auf sich hat. Längst ist es mit seiner Verbreitung über die ganze Welt kein reines Weihnachtslied mehr, sondern ein Friedenslied.“

Bewerbungsfrist läuft

Gesucht werden bereits umgesetzte oder noch laufende Projekte von Einzelpersonen und Gruppen, die sich für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft engagieren und einen Bezug zum Bezirk Braunau oder Burghausen aufweisen. Die möglichen Themengebiete sind bewusst breit gefächert, erklärt Sigrid Resch, Geschäftsführerin der Burghauser Touristik, auch Projekte rund um Inklusion, Umwelt oder Nachhaltigkeit sind gern gesehen. Mit dem Preis soll auch die Jugend bewusst angesprochen werden. „Er soll ein Ansporn zur Umsetzung von Friedensprojekten sein“, betont Starflinger. Teilnehmen können daher auch Schulklassen. Unter all den Bewerbungen ermittelt eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Braunau und Burghausen den beziehungsweise die Gewinner. Einsendeschluss ist der 30. Juni. Die Preisverleihung findet am Geburtstag Franz Xaver Grubers, dem 25. November, statt. Neben einer Bronzeskulptur erhält der Preisträger 5000 Euro. Das Preisgeld wird durch Spenden finanziert.

Verleihung alle zwei Jahre

Die Verleihung des Friedenspreises soll künftig alle zwei Jahre stattfinden und daran erinnern, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern daran gearbeitet werden muss. „Den Grundstein haben unsere 46 Gemeinden mit ihren Friedenssymbolen bereits gelegt“, betont der Initiator des Friedensbezirks Braunau Georg Wojak, „wir sind nun offen für Neues.“


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