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HOLLENSTEIN/YBBS. Heidi G. (42)  kämpft  mit  den  Tränen. Sie ist überwältigt vom Ergebnis unserer Weihnachtsaktion und kann den erbrachten Erlös kaum fassen. Auch wir, das Tips-Team, sind beeindruckt von der Menschlichkeit der Ybbstaler: Unglaubliche 13.692,06  Euro sind auf das Konto der schwer geprüften Familie eingegangen.

Nicht nur die Hollensteiner Familie auch wir, das Ybbstaler Tips-Team, sind überwältigt von der Hilfswelle der Tips-Familie.
„Danke, danke, danke, jedem Einzelnen danke“, stammelt  Heidi tief bewegt.  Sie liegt in ihrem Krankenbett und ringt um weitere Worte, findet aber keine. Mit der Hand an der Stirn schüttelt sie immer wieder ungläubig und stumm den Kopf. Kurz vergisst sie die bevorstehende Chemotherapie, die sie in wenigen Tagen wieder für eine Woche völlig außer Gefecht setzen wird. An der Haustür wartet bereits die nächste Überraschung. Rudolf Maderthaner, der sich als L17-Fahrlehrer für Sohn Dominik gemeldet hat, wird vorstellig. Dominik steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Das Kennenlernen stellt sofort klar: Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Kein unwesentlicher Faktor, wenn man  gemeinsam 3.000  Kilometer zu bewältigen hat. Der sympathische, im Ruhestand  befindliche  Hollensteiner über seine Motivation zu helfen: „Ich bin selbst vor wenigen Jahren an einem Tumor  erkrankt, gelte aber inzwischen als geheilt. Auf diese Weise möchte ich dem Leben meine Dankbarkeit zeigen und etwas zurückgeben.“ Wenn Dominik in wenigen Wochen mit der Berufsschule fertig ist, wollen er und Rudolf durchstarten. Mit keinem Geld der Welt lässt sich Gesundheit erkaufen So  unglaublich der Spendenerfolg, so unfassbar die Reaktionen mancher Mitmenschen über die  Hilfswelle für die Familie. Von mehreren Seiten ist uns zu Ohren gekommen, dass die Neidgesellschaft nicht einmal vor dem Schicksal  der alleinerziehenden Mutter Halt macht. 2006 verunglückt der Vater ihrer beiden Kinder auf tragische Weise tödlich. Die Renovierung des Eigenheims ist da noch längst nicht abgeschlossen. Lebensversicherung gibt es keine. Zugunsten der Haussanierung wurden die Prämienzahlungen eingestellt. Trotzdem Heidi an mehreren Stellen arbeitet, ist die finanzielle Situation der Familie nach dem Tod des Familienvaters stets angespannt. Prekär wird sie 2010, als bei Heidi Tumore im Bauchraum entdeckt und das Peutz-Jeghers-Syndrom, eine Erbkrankheit an der auch die Kinder leiden, sowie der Wolffsche-Gang-Tumor diagnostiziert werden. Nicht mehr arbeitsfähig fehlt das Geld nun an allen Ecken und Enden. Auch wenn mit den finanziellen Zuwendungen vorläufig die schlimmsten Existenzsorgen gebannt sind, so lässt sich dennoch mit keinem Geld der Welt Gesundheit erkaufen.

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