Die Evangelischen in Zwettl
WALDVIERTEL. 2017 feiert die evangelische Kirche ihr 500-jähriges Jubiläum. Der kürzlich erschienene neue Band der Zeitschrift „Das Waldviertel“, herausgegeben vom Waldviertler Heimatbund, nimmt darauf Rücksicht. In einem Beitrag wird die Geschichte der evangelischen Bevölkerung in Zwettl beleuchtet.

2017 feiert die Evangelische Kirche ihr 500-jähriges Jubiläum. Der Zwettler Historiker Friedel Moll, nimmt dies zum Anlass und beleuchtet die ereignisreiche Geschichte der evangelischen Bevölkerung in Zwettl. Gekonnt zeichnet er die Spannungen, die unter Reformation und Gegenreformation firmieren, auf lokaler Ebene nach und spannt den Bogen bis in die heutige Zeit. Dass das Zwettler „Los-von-Rom-Kirchlein“ nunmehr eine Auferstehungskirche ist, ist ein sichtbares Zeichen des gelebten Miteinanders.
Aktivitäten in Horn
Am 13. Mai 1945 wurde die „Die Gesellschaft zur Pflege der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion“ gegründet. Die Tätigkeit der Zweigstelle in Horn für die Jahre 1945 bis 1949 analysiert die Wiener Kulturwissenschaftlerin Andrea Huemer in ihrem Beitrag. In Horn entfaltete die Gesellschaft unter der Obmannschaft von Hans Kapitan, ÖVP-Gemeinderat, über Vorträge, ein Orchester, Exkursionen und Ausstellungen ein breites Tätigkeitsspektrum.
Mühlen an der Thaya
Therese Bergmann von der Retzer Windmühle und Jiří Kacetl vom Südmährischen Museum in Znaim widmen sich der verlorene Mühlenwelt an der Thaya. Seit 1497 sind im Abschnitt zwischen Hardegg und Znaim neun Wassermühlen – daraus abgeleitet auch der Name der Ortschaft „Neunmühlen“ – dokumentiert, deren wechselvolle Geschichte sowohl in Buchform als auch in Form des vorliegenden Artikels aufgearbeitet wird. Die über 500-jährige Kulturgeschichte der Mühlen fand nach dem Zweiten Weltkrieg ein jähes Ende, als Neunmühlen menschenleer bzw. zerstört wurde und auch die Mühlen bis längstens 1975 abgerissen wurden.
Familienname Kornhäusel
Familienforscher Peter Prokop geht in seinem familiengeschichtlichen Artikel der Herkunft und Verbreitung der Familie Kornhäusel nach. Als berühmtester Namensträger gilt der Architekt Joseph Georg Kornhäusel (1782-1860). Neben dem familiengeschichtlichen Aspekt weist er auf vielfältige Beziehungen, auch grenzüberschreitende zwischen dem Erzherzogtum Österreich und der Markgrafschaft Mähren hin.
Mitteilungen des Waldviertler Heimatbundes
In den Mitteilungen des Waldviertler Heimatbundes würdigt WHB-Präsident Erich Rabl zwei verdiente Forscherpersönlichkeiten und gratuliert Johann Fenz, Finanzreferent des WHB, und Karlheinz Hulka, stellvertretender WHB-Finanzreferent, zum 60. Geburtstag. Prof. Fritz Steininger würdigt die Verdienste des Eggenburger Stadtarchivars Burghard Gaspar und Walpurga Oppeker jene des Heimatforschers Erich Broidl aus Straß im Straßertal.
Waldviertler Kulturberichte und Buchbesprechungen ergänzen das 144 Seiten starke Heft (2/2017). Ein Heft der Zeitschrift „Das Waldviertel“ kostet acht Euro. Bestellungen sind über www.daswaldviertel.at möglich oder „Das Waldviertel“, 3580 Horn, Postfach 1.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden