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WALDVIERTEL/HORN. Optimistisch, fröhlich und äußerst professionell – diese und ähnlich positive Eindrücke hinterlässt Martina Noé wohl bei jeder ihrer Begegnungen. Mit ihrem einnehmenden Wesen fühlen sich Gesprächspartner in ihrer Gesellschaft sofort wohl. Dies trägt sicherlich auch zu ihrem Erfolg als Geschäftsführerin des Wirtschaftsforum Waldviertel, dem namhaften Verein zur Förderung der Wirtschaftsentwicklung im Waldviertel, bei. Bereits seit August 2011 bekleidet sie dieses wichtige Amt und beweist Tag für Tag nicht nur ihre Kompetenz, sondern auch ihre Freude für diese Aufgabe.

  1 / 2   Ihre Liebe zum Waldviertel lässt die 39-Jährige auch in ihrer Arbeit durchblicken. Foto: Hannes Teuschl

Im persönlichen Gespräch mit Tips gibt die ambitionierte Wahl-Hornerin Einblick in ihre Arbeit und ihr Leben als erfolgreiche Karrierefrau.

Tips: Welche Gründe hatte Ihr Umzug nach Horn und welche Vorzüge sehen Sie an der Stadt und Umgebung?

Martina Noé: Als „Zuagroaste“, also nicht-gebürtige Waldviertlerin, schätze ich die Vorzüge der Region vermutlich umso mehr. Vor fast genau vier Jahren habe ich den Entschluss gefasst, Wien den Rücken zu kehren und ins Waldviertel zu ziehen. Schon lange vorher waren wir immer wieder auf Urlaub in der Region, hatten auch einen Zweitwohnsitz in Bad Traunstein, den wir über Wohnen im Waldviertel entdeckt haben. Im Jänner 2015 bin ich dann, wie es oft so ist, der Liebe wegen von Bad Traunstein nach Horn gezogen. In Horn gefällt es mir und auch meinen beiden Kindern sehr gut. Die Infrastruktur ist bestens, es gibt ein tolles Gastronomieangebot und es beruhigt mich sehr, dass das Landesklinikum Horn, ein Top-Spital, in direkter Nähe ist. Zudem ist Horn ein wichtiger Schulstandort, es gibt ein einzigartiges Angebot im kulturellen Bereich mit zahlreichen Ausstellungen und Konzerten – fad wird es nie. Daher freut es mich besonders, dass die diesjährige Waldviertler Jobmesse in meiner neuen Heimatstadt stattfinden wird. Meine Kinder und ich sind hier sehr herzlich aufgenommen worden. Und – ich hatte das große Glück, dass ich hier auch meinen Traumjob gefunden habe. Durch meine Tätigkeit im Wirtschaftsforum Waldviertel kann ich der Region – zumindest ein bisschen von dem „zurückgeben“, was ich bekommen habe beziehungsweise Positives erleben und erfahren durfte.

Tips: Sind Sie als Frau in Führungsposition mit geschlechtsbezogenen Vorurteilen konfrontiert und was halten Sie von der „Frauenquote“?

Martina Noé: Meine gefühlte Wahrnehmung ist wahrscheinlich besser als die Realität. In unserem Vorstandsteam gehen wir mit gutem Beispiel voran – bei uns sind Männer und Frauen gleichermaßen vertreten. Unsere Initiative „Waldviertler Handwerker“ wird von Ulrike Brandner-Lauter, selbst erfolgreiche Unternehmerin mit einem Fliesenlegerbetrieb in Waidhofen/Thaya, geleitet. Ich kenne zahlreiche engagierte Frauen und Unternehmerinnen im Waldviertel, die extrem kompetent sind, die sich austauschen und Netzwerke bilden, wie zum Beispiel „Frau in der Wirtschaft“ der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Das Thema Frauenquote und die Berufstätigkeit von Frauen an sich hängt aber immer auch von den Rahmenbedingungen ab, wie etwa dem Gehaltsthema und einer passenden Kinderbetreuung. Auch daran arbeiten wir im Wirtschaftsforum Waldviertel.

Tips: Wie schätzen Sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Berufstätige im Waldviertel ein?

Martina Noé: Es gibt immer mehr Möglichkeiten für berufstätige Eltern, einen passenden Betreuungsplatz für ihre Kinder zu finden. Neben öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen und Tagesmüttern bieten inzwischen auch private Kindergärten individuelle Lösungen an, damit unsere Jüngsten kompetent und liebevoll betreut werden. So zum Beispiel in der Kindergruppe „Apfelbäumchen“ in Zwettl, die auf Initiative des Wirtschaftsforum Waldviertel gegründet wurde. Hier werden Kinder ab einem Jahr betreut, aber auch Schulkinder am Nachmittag. Die Kindergruppe hat 50 Wochen pro Jahr geöffnet und unterstützt so auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie optimal. (Infos unter www.apfelbäumchen.at) Meine eigenen Kinder sind in der schulischen Nachmittagsbetreuung in Horn hervorragend versorgt. In den Ferien greifen wir gerne auf Feriencamps, Verwandte und diverse Ferienaktionen zurück.

Tips: Wie stehen Sie zur hohen Pendlerquote der Arbeitnehmer? Mit welchen Vorzügen können Waldviertler Arbeitgeber punkten?

Martina Noé: Um das Waldviertel als attraktiven Wirtschaftsstandort für Betriebe und auch für Arbeitnehmer zu präsentieren, setzen wir gemeinsam Aktivitäten, wie eben die Waldviertler Jobmesse des Wirtschaftsforum Waldviertel, heuer am 25. und 26. September in der Horner Sporthalle, oder Initiativen wie Wohnen im Waldviertel des Vereins Interkomm. Das Waldviertel bietet alles, was man zum Wohnen, Arbeiten und Leben braucht. So ziehen jährlich bereits mehr als 4000 Menschen in unsere Region zu. Mit unseren Aktivitäten wollen wir zeigen, dass es in unserer Region sehr wohl spannende Jobs und Lehrstellen gibt. Viele Menschen pendeln aus dem Waldviertel nach Wien, St. Pölten oder Richtung Linz. Leider schauen nur sehr wenige „über den Tellerrand“ ihres eigenen Bezirks in die Nachbarbezirke, zum Beispiel von Horn nach Waidhofen/Thaya oder Richtung Zwettl, wo es eventuell eine passende Stelle gäbe.


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