Silvia Moser (Grüne NÖ) fordert Zahnbehandlungen für schwerst beeinträchtigte Patienten im Waldviertel
WALDVIERTEL. Die Zahnbehandlung von behinderten Menschen, vor allem mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen aller Altersgruppen stellt für Eltern, Angehörige, Betreuungspersonen und Mitarbeiter von stationären Einrichtungen eine große Herausforderung im Waldviertel dar.

Deshalb stellt die Grüne NÖ Sozialsprecherin aus Zwettl in der Sitzung des NÖ Landtags den Antrag ein Pilotprojekt für Zahnbehandlungen unter Narkose im NÖ Landesklinikum Zwettl für schwerst beeinträchtigte Patientinnen aller Altersgruppen des gesamten Waldviertels zu ermöglichen und begründet diesen: „Derzeit stehen nämlich für diese Patientengruppen nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung, das UK St. Pölten und das Ambulatorium der NÖGKK in St. Pölten. Im Universitätsklinikum St. Pölten werden kieferchirurgische Eingriffe und Zahnextraktionen durchgeführt, jedoch keine Zahnbehandlungen. Daher müssen alle schwerst- und mehrfachbehinderten Patienten in das Ambulatorium der NÖ Gebietskrankenkasse fahren“
Für eine Behandlung unter Narkose sind zwei Termine notwendig: erster Termin zur Narkoseabklärung, zweiter Termin zur eigentlichen Behandlung. Lange Anfahrtswege mit der Rettung unter Begleitung von 1-2 Betreuungspersonen sind die Folge. Diese Begleitungen und Fahrten verursachen große Kosten und binden wertvolle Ressourcen. „Obwohl es im Landeskrankenhaus Zwettl sämtliche Ressourcen der Anästhesie, eine entsprechende räumliche und technische Ausstattung gibt, lehnt Schwarz-Blau den Antrag der Grünen NÖ im Landtag ab und verhindert mit ihrer Entscheidung eine Verbesserung der Situation für schwerst beeinträchtigte Patienten im Waldviertel“, bedauert Silvia Moser.


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