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BEZIRK HORN. Lang ersehnt: die Bundesregierung präsentierte nun die neue Steuerreform. Schon zu Wochenbeginn waren die Gewerkschaften ab den frühen Morgenstunden unterwegs und klärten die Kollegen über die konkreten Auswirkungen auf.

Nina Kopitschek, Werner Krapfenbauer, Erich Nendwich, Gerald Schönhacker und Raimund Bock*Foto: ÖGB
Auch das Team der Druckerei Berger in Horn kam in den Genuss der persönlichen Informationsübergabe. Regionalsekretär Franz Steindl nutzte den Besuch um die Kollegen über die Änderung aufzuklären.   Das Echo ist durchwegs positiv Endlich bleibt mehr Netto vom Brutto, endlich zahlen sich Lohnerhöhungen wieder aus. Damit geht auch eine mehr als erfolgreiche Kampagne des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) zu Ende, die eine Entlastung der Lohnsteuer von 5 Milliarden Euro forderte. Zusammen mit rund 900.000 Arbeitnehmern, die diese Kampagne mit ihrer Unterschrift unterstützt haben, ist damit die größte Steuerreform seit über 40 Jahren gelungen. Vor allem Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen werden besonders stark entlastet.   Auch Markus Wieser, Präsident der Niederösterreichischen Arbeiterkammer und Vorsitzender des ÖGB NÖ, beurteilt die Steuerreform als „für die Klein- und Mittelverdiener insgesamt sehr erfreulich.“ Sie bringe die überfällige Entlastung für kleine und mittlere Einkommen und beinhalte erste Schritte in Richtung mehr Gerechtigkeit im Steuersystem. Das Ziel der Steuerreform „mehr Netto von Brutto“ sei durch neue Steuersätze und eine deutliche Anhebung der Negativsteuer/Steuergutschrift merklich erfüllt. „Die Lohnsteuersenkung bringt den Arbeitnehmern mehr Kaufkraft für ihr alltägliches Leben, steigert somit den Konsum und schafft so Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze“, so Wieser in einer ersten Stellungnahme. Der überwiegende Teil der Steuerreform geht in die Entlastung durch die Tarifreform. Besonders positiv sei, dass der Eingangssteuersatz auf 25 Prozent sinkt und es über eine höhere Negativsteuer/Steuergutschrift eine Entlastung für Arbeitnehmer und auch für Pensionisten gibt, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens keine Lohnsteuer zahlen. „Fazit ist, dass jene Menschen, die es am dringendsten brauchen, entlastet werden“, sagt Wieser. „Wer 2.000 Euro brutto verdient, zahlt künftig 30 Prozent weniger Lohnsteuer und profitiert im Jahr mit rund 880 Euro Steuerentlastung“, nennt Wieser ein Beispiel. „Die Arbeitnehmer zahlen sich die Lohnsteuerentlastung nicht selbst. Das war immer Voraussetzung und Forderung von AK und ÖGB und wurde jetzt auch durchgesetzt. Als Beispiele dafür nennt Wieser die erhöhten Steuern auf Wertpapiergewinne, Immobilienspekulationen beziehungsweise auf Grunderwerb und den neuen Spitzensteuersatz für Millionärseinkommen. „Die Steuerreform ist ein Schritt zu einem sozial gerechteren Steuersystem“, so der AKNÖ-Präsident. „Ich bedanke mich für den unermüdlichen Einsatz tausender Betriebsräte und allen über 882.000 Unterzeichnern der Kampagne 'Lohnsteuer runter', die der Notwendigkeit der Lohnsteuersenkung den nötigen Nachdruck verliehen haben“, so Wieser. Das Ergebnis beweise, dass starke Interessenvertretungen wie ÖGB und AK wichtig sind und auch weiterhin von den Arbeitnehmern unterstützt werden. SERVICE: Unter mehrnetto.arbeiterkammer.at steht Ihnen der Mehr-Netto-Rechner zur Verfügung, mit dem jede/r die persönliche Entlastung durch die Lohnsteuersenkung berechnen kann.

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