Fahrplandialog: Franzl-Bahn will mit Verbesserungen punkten
EGGENBURG. Verschiedene Interessensgruppen und Vertreter der Verkehrsanbieter trafen zum Abstimmungsgespräch über den öffentlichen Verkehr zusammen, zu dem das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH und die Kleinregion Manhartsberg geladen hatten.

Auf großes Interesse stießen vor allem die umfangreichen Verbesserungen, die von den Vertretern von VOR und ÖBB zwischen Franz-Josefs-Bahnhof und Sigmundsherberg sowie Gmünd angekündigt wurden.
Gemeinden und Verkehrsanbieter am Runden Tisch
Mit dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember wird ein klares Taktschema mit halbstündlichen beziehungsweise stündlichen Takten in beide Richtungen umgesetzt. Durch die Optimierungen rechnet der VOR mit einer Fahrgaststeigerung um rund zehn Prozent.
Umfangreiche Verbesserungen im Angebot zwischen Franz-Josefs-Bahnhof und Sigmundsherberg sowie Gmünd werden zeitgleich mit der Vollinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofes am 13. Dezember 2015 verwirklicht: in den Hauptverkehrszeiten wird ein reiner Regionalexpress (REX)-Halbstundentakt bis Sigmundsherberg angeboten, im Gegensatz zur heute unregelmäßigen Bedienung durch verschiedenste Zuggattungen. Ganztägig, also auch zu den schwächer nachgefragten Zeiten, wird ein Stundentakt eingerichtet.
Der Vorteil für die Menschen in der Region: ab Dezember wird ein klares, leicht merkbares Taktschema mit einem einheitlichen, hochwertigen Angebot zur Verfügung stehen.
Statt bislang bis zu eineinhalb Stunden von Wien nach Sigmundsherberg mit dem Regionalzug oder weit über zwei Stunden von Wien nach Gmünd mit dem REX zu benötigen, fährt man ab Dezember mit dem REX nur noch eineinviertel Stunden nach Sigmundsherberg und zweieinviertel Stunden nach Gmünd.
Am Freitagnachmittag verkehrt ein REX für Pendler in einer Stunde und 52 Minuten von Wien Franz-Josefs-Bahnhof bis Gmünd.
Ab 2017 werden die neuen ÖBB cityjet Züge, die vom Land Niederösterreich mitfinanziert werden, auf den Streckenverläufen in der Region eingesetzt.
Auch für die Kamptalbahn zwischen Sigmundsherberg und Hadersdorf/Kamp wurden Verbesserungen angekündigt: vor allem die Verbindungen nach St. Pölten werden durch die Umstiege ohne Wartezeiten wesentlich beschleunigt.
Zitat, Manfred Bernhard „Schnellere Verbindungen, klares Taktmuster und bessere Umstiege bringen Vorteile für die gesamte Region.“
Voraussichtlich bis September 2015 werden die detaillierten Fahrpläne ausgearbeitet und finalisiert. Die Experten von ÖBB und VOR erwarten sich durch das neue Angebot neben der etwa zehnprozentigen Fahrgaststeigerung auch eine deutliche Steigerung von Komfort und Lebensqualität für tausende Pendler und Schüler auf den beiden Strecken.
VERBESSERUNGEN
Überblick FJB ab 13. Dezember 2015
• 30-min-Takt REX bis Sigmundsherberg in der Hauptverkehrszeit
• 60-min-Takt REX bis Gmünd in der Hauptverkehrszeit
• 2 x Waldviertel-Sprinter Gmünd-Wien FJB morgens


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