Neugestaltung Ortsdurchfahrt von Straning
STRANING. Die Ortsdurchfahrt von Straning im Zuge der L 50 wurde neu gestaltet und die Brücke über den Etzmannsdorferbach neu errichtet.

Ausgangssituation:
Die Landesstraße L 50 entsprach im Ortsgebiet von Straning (Gemeinde Straning-Grafenberg) auf Grund der aufgetretenen Schäden durch den Verkehr und den Einbautenverlegungen nicht mehr den heutigen Verkehrserfordernissen. Weiters bewirkte ein Engstellenbereich unübersichtliche Verkehrssituationen, Gehsteige waren im zu geringen Ausmaß vorhanden und die Entwässerungssituation musste verbessert werden. Aus diesen Gründen haben sich das Land Niederösterreich und die Marktgemeinde Straning-Grafenberg entschlossen die Ortsdurchfahrt von Straning im Zuge der Landestraße L 50 neu zu gestalten.
Die neue Ortsdurchfahrt:
Ausführung:
• Auf eine Länge von rund 540 m wurde vom nordöstlichen Ortsbeginn bis rund 100 m nach dem Gemeindeamt die bituminösen Tragschichten der Landesstraße L 50 erneuert und anschließend ein neuer Straßenbelag aufgebracht. • Die Fahrbahnbreite wurde, so wie im Bestand, mit 6,00 m ausgeführt.
• Vom Bereich der Kirche bis zur neu errichteten Brücke über den Etzmannsdorferbach wurden die Nebenanlagen (Abstellflächen, usw.) neu er-richtet bzw. saniert sowie ein durchgehender Gehsteig hergestellt.
• Im Bereich der Engstelle wurde die Fahrbahn geringfügig verschwenkt, wodurch auch hier die Errichtung eines Gehsteiges möglich wurde.
• Zur Verbesserung der Entwässerungssituation und der Anrainerzufahrten wurde in einigen Bereichen die Höhenlage und die Querneigung der Landesstraße L 50 verändert. Die Bauarbeiten wurden in einer Bauzeit von rund fünf Monaten durch die Straßenmeisterei Eggenburg in Zusammenarbeit mit Baufirmen der Region durchgeführt.
Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 256.000 Euro wobei rund 186.000 Euro auf das Land Niederösterreich und rund 70.000 Euro auf die Marktgemeinde Straning - Grafenberg entfallen.
Die neue Brücke über den Etzmannsdorferbach:
Ausgangssituation:
Die aufgetretenen Zeitschäden an der Brücke machten einen Brückenneubau notwendig.
Das in den 1980-iger Jahren errichtete Brückenobjekt bestand aus einem Steinwiderlager auf dem Stahlträger mit einer Betonfahrbahnplatte gelagert war, welche mit Asphalt überbaut war. Die einbetonierten Stahlträger hatten auf der Tragwerksunterseite nur eine sehr geringe Betondeckung. Diese Betondeckung war durch Rostauftrieb bei fast allen Trägern hohl, die Trägeruntersicht rostig und der Abstand der Träger für die heutigen Verkehrsbelastungen viel zu groß. Eine Generalinstandsetzung der Brücke war aufgrund der zu geringen Trägerabstände nicht sinnvoll. Unter Berücksichtigung der zukünftigen Verkehrslasten und entsprechend den modernen Verkehrsanforderungen war es sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus technischer Sicht erforderlich, die Brücke neu zu errichten. Durch die zeitliche Abstimmung der Brücken- und Straßenbauarbeiten konnten die Behinderungen in der Ortsdurchfahrt von Straning möglichst kurz gehalten werden.
Ausführung:
Die Lage des neuen Objektes blieb gegenüber dem alten Brückenobjekt unverändert. Die neue rund sechs Meter lange Brücke wurde in Form eines Stahlbetonrahmentragwerkes ausgeführt und auf Mikropfählen gegründet. Das Bachbett wurde in ihrem Bestand belassen und nur die Pflasterung saniert. Beidseitig der Brücke wurde jeweils ein Gehsteig mit einer Breite von 1,50 Meter errichtet. Die Geländer wurden außen montiert um die komplette Durchgangsbreite halten zu können.
Nicht nur die Tragfähigkeit der Brücke wurde durch den Neubau erhöht, sondern auch das Durchflussprofil des Etzmannsdorferbaches auf ein 100-jähriges Hochwasser ausgerichtet.
Die Bauarbeiten wurden von der Firma Strabag, 3532 Rastenfeld, in einer Bauzeit von nur zwei Monaten ausgeführt.
Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro welche zur Gänze vom Land Niederösterreich getragen werden.


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