Seit 20 Jahren sind Schüler auf Bauernhöfen herzlichst willkommen
KATSDORF. Qualifizierte Bauern ermöglichen seit 20 Jahren Schülern einen Einblick in die Landwirtschaft. Anlässlich der „Woche der Landwirtschaft“, die in dieser Woche stattfindet, wurde die Arbeit der Schule am Bauernhof-Betriebe genauer unter die Lupe genommen.

Oberösterreichweit nutzten im letzten Schuljahr rund 1.150 Gruppen mit über 20.100 Kindern die Schule am Bauernhof-Programme auf den Höfen. „Dabei geben Bauern Einblicke in ihre vielfältigen Tätigkeiten“, so Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Das Selber-Tun und das genussvolle Verkosten der hofeigenen Produkte begeistert Kinder und fördert ein gesundes und eigenverantwortliches Essverhalten. „Wir wollen ermöglichen, dass jedes Kind mindestens einmal in seiner Schulkarriere auf einem Bauernhof ist und begreift wie die Arbeit am Hof funktioniert“, sagt Reisecker. Schule am Bauernhof ist buchbar für Horte, Kindergärten, Schulen und sonderpädagogische Zentren bis zum Alter von 20 Jahren.
Konsumverhalten von morgen
„Durch das Wissen sind Kinder wichtige Meinungsbildner und Konsumenten von morgen. Sie beeinflussen auch Eltern im Konsumverhalten. Die Kinder erzählen zuhause von ihren Erlebnissen und Eindrücken am Bauernhof. Die positiven Erfahrungen haben dadurch eine starke Breitenwirkung“, so Annemarie Brunner, Vorsitzende des Bäuerinnenausschusses der Landwirtschaftskammer OÖ.
Strahlende Kinderaugen
Elfriede Lesterl beteiligt sich seit fünf Jahren bei der Aktion Schule am Bauernhof. „Die Kinder und Jugendlichen helfen bei leichten Arbeiten am Hof, füttern die Tiere, misten den Stall aus und bringen das Futtergras ein. Auch wird der Weg der Milch - vom Gras ins Glas - dargestellt. Zum Schluss wird die Milch zu Topfen oder Butter verarbeitet und natürlich verkostet“, so Lesterl. „Das Wertvolle ist, dass von den Kindern immer mehr zurück kommt, als was man gibt“, betont sie weiter.


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