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KATSDORF. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Fritz beschäftigt sich die Persönlichkeitstrainerin Anita Putscher aus Katsdorf mit Liebespaaren aller Art. Im Tips-Gespräch hat sie erzählt, wie unterschiedlich Paare die Coronazeit erlebt haben.

Fritz und Anita Putscher helfen Paaren mit ihrer Beziehung. Foto: maf
Fritz und Anita Putscher helfen Paaren mit ihrer Beziehung. Foto: maf

„Die Zeit war eine ganz spezielle, wie sie niemand von uns noch erlebt hatte zuvor. Keine Kontakte, keine Umarmungen, keine Berührungen. Eine große Herausforderung für Singles, ältere Menschen aber auch für Paare“, sagt Putscher. Die Persönlichkeitstrainerin unterscheidet drei Arten von Paare: die Genießer-Paare, die Problem-Paare und die lösungsorientierten Paare.

Die Zeit zu zweit genießen

Da gab es die Menschen, die die Zeit zu Hause genießen konnten, viel im Garten werkten, endlich mal zur Ruhe kommen konnten, weil es keine Termine und gesellschaftlichen oder beruflichen Verpflichtungen gab. Die Abende wurden mit Gesprächen innerhalb der Familie oder in Form von Spielabenden gestaltet. Doch auch hier gab es mit der Zeit Reibereien sowie den Drang nach Freiheit, sozialen Kontakten und Abwechslung. „Diejenigen, die sich persönlichen Freiraum ließen und den durch räumliche Möglichkeiten auch nützten, konnten die Beziehungen immer wieder gut beleben und vertiefen“, betont sie im Tips-Gespräch.

Die Problem-Paare

Speziell den Paaren, die schon vorher Probleme hatten, fielen diese in der Coronazeit um die Ohren. „Paare, die es nämlich generell nicht schaffen, gemeinsam Herausforderungen anzugehen, konnten es mit den zusätzlichen Belastungen wie Ängste um Geld und Job noch weniger“, so Putscher. Emotionen stauten sich auf, fehlender körperlicher und seelischer Ausgleich führten oft zu Eskalationen. Hier wurde die unfreiwillige Nähe als Einengung empfunden. Das Resultat: Konflikt oder Rückzug.

Lösungsorientierte-Paare

„Die Paare, die diese Situation, als Chance zur Veränderung oder Vertiefung ihrer Beziehung nützten, fragten bei uns für einen Termin per Videokonferenz an. Ich helfe den Paaren, ohne Vorwürfe bzw. Ab- und Bewertungen ihre Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte zu kommunizieren“, betont Putscher. Niemand verletzt absichtlich sein Gegenüber Und doch passiert es, dass sich die kleinen Verletzungen irgendwann zu einem Berg aufstauen. Dann ist körperliche Nähe nicht mehr möglich und Frust sowie Unzufriedenheit entsteht.

Der Weg bewusst zu lieben

„Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Arbeit liegt darin, nach der Erstverliebtheit wieder zum gegenseitigen Respekt zurück zu finden und die Beziehung wieder zu beleben. Wir stiften zum Zuhören an, zeigen, wie gegenseitiges Annehmen sowie Entspannung und Achtsamkeit spürbar und lebbar wird“, sagt das Katsdorfer Ehepaar. Aktuelle Seminartermine von den beiden Slow Sex Trainern gibt es auf der Homepage www.slowsex.at/termine 


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