Blick ins Weltall: Egon Döberl hat sein Hobby zum Beruf gemacht

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 21.07.2019 09:05 Uhr

KEFERMARKT/GRÜNBACH. Im Juli jährt sich die erste Mondlandung zum 50. Mal. Egon Döberl, Chef von ASA Astrosysteme in Kefermarkt, beschäftigt sich schon seit seiner Jugend mit dem Weltraum. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

„Ich habe mit zwölf Jahren das erste Mal durch ein Fernrohr geschaut. Dabei habe ich den Saturn gesehen, allerdings nur sehr verwaschen“, erinnert sich der 54-jährige Grünbacher. An die Mondlandung kann er sich nur vage erinnern. „Ich weiß nicht, ob es die erste oder die zweite war. Aber ich kann mich erinnern, dass es viele Berichte im Fernsehen und der Zeitung gab. Es war auf jeden Fall sehr aufregend.“ Mit 16 Jahren hat er sich sein erstes Observatorium in Mitterbach gebaut. „Ich habe damals Zeitschriften über Teleskope aus Amerika gesammelt. Das war gar nicht so einfach, es gab ja noch kein Internet.“ 2002 hat er die Firma ASA Astrosysteme GmbH gegründet. Mittlerweile liefert das Unternehmen Teleskope praktisch in die ganze Welt und beschäftigt 35 Mitarbeiter.

Teleskope für ESA und US Air Force

Zu den Kunden zählen auch die ESA (Europäische Raumfahrt Agentur), die US Air Force, die Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Auch Weltraummüll ist ein wichtiger Bereich, in dem wir tätig sind, wo wir führende Industrieunternehmen und Satellitenbetreiber und -bauer beliefert haben. Damit die wissen, wann ihre Satelliten in Gefahr sind. Der Weltraummüll wird beobachtet und katalogisiert und die Bahnen beobachtet, damit es nicht zu Kollisionen kommt. Die ISS, die Internationale Raumstation, kann sogar ausweichen. Allerdings ist das sehr teuer.“

Spezielles Teleskop für scharfe Abbildungen

Für einen privaten Kunden hat die ASA ein besonderes Teleskop für die Mondbeobachtung gebaut. „Der Kunde hatte eine Idee von einem ultimativen Planeten-Mond-Sonnen-Teleskop und war damit in die USA zu einem Hersteller gegangen. Frustriert kam er zurück und hat sich an uns gewendet“, erzählt Döberl. Bei ASA wurde das Teleskop neu designt, verbessert und an der Optik-Produktion gearbeitet. Nach einem Jahr war das Teleskop fertig. „Es macht so scharfe Abbildungen wie sonst kein Teleskop, unter einem sechsstelligen Preis. Er hat gleich drei weitere bestellt.“

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