Benefizkonzert: „Octopus“ startet neu durch
KEMATEN/YBBS. Die Gruppe „Octopus“ bestand zwischen 1985 und 2004 und erlangte dabei Kultstatus. Für ein Benefizkonzert fand sich die Band wieder zusammen.

KEMATEN/YBBS. Noch heute verbinden viele Menschen der Region positive Erinnerungen an die Coverband „Octopus“, die zwischen 1985 und 2004 gut 1000 Bühnenauftritte absolvierte und bei Bällen und Zeltfesten für beste Stimmung sorgte. Das Rezept: „Wir haben geschaut, dass wir immer die Top 10 der Hitparade und die gerade aktuellsten Hits drauf hatten und diese möglichst perfekt auf die Bühne brachten“, erklärt Sänger Kurt Huber. „Wir waren auch sehr verspielt und hatten immer die modernste Ton- und Lichtanlage“, ergänzt Bassist Christian Sandhofer. „Das Wichtigste aber war, dass wir immer Spaß an der Musik hatten. Das Publikum spürte das auch.“
„Die Täter kehren an den Tatort zurück“
Gegründet wurde „Octopus“ genau in dem Gebäude, wo das Konzert stattfinden wird. Im zweiten Stock der Festhalle – heute: Zentrum kem.A[r“T – gab es eine Jugenddisco, die die Gemeinde Kematen zur Verfügung gestellt hatte. „Das war auch unser Probenraum“, erklärt Kurt. Christian dazu: „Die Täter kehren an den Tatort zurück“.Vor „Octopus“ hatte Kurt Huber schon in verschiedenen Schulbands gespielt. Als er Lust bekam, eine „richtige“ Band zu gründen, tat er dies mit Gleichgesinnten, die er zum Teil von der damaligen Band „Angie & Rocks“ abgestaubt hatte.Im Jahr 1989 stieg die Sängerin Andrea Trawetzky bei „Octopus“ ein. Damit war „Octopus“ die erste Cover-Band mit einer Sängerin im Frontbereich. Die Bandmitglieder streuen ihr heute noch Rosen. „Sie war unsere Prinzessin“, erklärt Kurt Huber. Und Christian Sandhofer wird geradezu poetisch: „Am Abend ist mit ihr noch einmal die Sonne aufgegangen. Andrea war immer gut drauf und wichtig für die Bandhygiene – alleine schon, was die Wortwahl betrifft. Und jetzt geht wieder die Sonne zweimal am Tag auf.“ Andrea Trawetzky bestätigt: „Sie haben mich immer auf Händen getragen.“Am Anfang ihrer Karriere spielte die Band im Waldviertel bei einem Bandwettbewerb und stieg ganz gut aus. Beim Pop-o-drom Bandwettbewerb im Rockhaus in Wien erreichten sie vor 400 Bands den vierten Platz. Darauf bekamen sie das Engagement, beim Donauinselfest auf der Hauptbühne zu spielen. Alleine: Sie wagten nicht aufzutreten. Christian Sandhofer: „Da hat uns der Mut verlassen.“ Ein ähnliches Gefühl hatte Sandhofer bei einem Stadtfest in St. Pölten. Er wurde interviewt und brachte kein Wort heraus. Worauf die Jazz-Gitti, die auch auf der Bühne stand, sagte: „Burli, sog wos!“
Routine mit Herz
Die Schüchternheit der Band war bald einer Professionalität gewichen, und die „Octopus“ spielten trotz der Routine immer mit Herz und Freude. Sandhofer: „Wir waren das Party-Einsatzkommando und praktisch auf jeder Festbühne des Landes zu Hause.“Im Jahr 1989 hatten sie sogar mit der Single „Traum“ einen Hit, der zehn Wochen in den Ö3-Charts lief, es aber nie an die Spitze brachte.Bei ihrem Konzert in Kematen spielen die „Octopus“ fast in Originalbesetzung. Neu dabei ist der Schlagzeuger Georg Edlinger, der zu „Octopus“-Zeiten in der Band „Blunzenfett“ gespielt hatte.“Octopus“ freut sich, dass die Gemeinde Kematen und Bürgermeisterin Juliana Günther (ÖVP) sie beim kommenden Auftritt tatkräftig unterstützen. Auch eine Gruppe von Freunden, die immer dabei war, wird mithelfen.
Hits der 80er- und 90er-Jahre
Zu erleben sind knapp vier Stunden Hits aus den 80er- und 90er-Jahren, jene Musik, für die „Octopus“ seinerzeit bekannt war. Das Konzert wird ein Benefizkonzert. Sandhofer: „Da wir ja nicht mehr käuflich sind, gehen alle Einnahmen an den Sozialfonds Kematen/Ybbs.“
Samstag, 17. September, 21 Uhr
Zentrum kem.A[r“T, Kematen
VVK: € 13,–, AK: € 15,–
Karten: RAIBA Kematen, Allhartsberg, Rosenau; Octopus; Gemeindeamt Kematen/Ybbs


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
22.08.2016 15:18
Fein!
Das wird eine tolle Party!