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Linz/Kirchberg. Die Wartezeiten für Untersuchungstermine in Spitalsambulanzen werden immer länger. Der stetige Anstieg an Wahlarztpraxen könnte hier Abhilfe verschaffen. Mittlerweile gibt es 1.394 Wahlärzte in Oberösterreich, 440 davon in Linz.

Neu: Schilddrüsen-Untersuchung am Schillerpark Foto: Haim (www.drhaim.at)
Neu: Schilddrüsen-Untersuchung am Schillerpark Foto: Haim (www.drhaim.at)

Von den 440 Wahlärzten, die in Linz eine Praxis führen, arbeiten 226 zusätzlich im Krankenhaus. Eine davon ist Silke Haim aus Kirchberg-Thening, Oberärztin in der Abteilung Nuklearmedizin in einem Linzer Krankenhaus. Im Februar hat sie eine eigene Schilddrüsen-Praxis am Schillerpark eröffnet. „Für eine Schilddrüsenuntersuchung muss man in den Spitalsambulanzen eine Wartezeit von sechs Monaten in Kauf nehmen, bei der HNO-Ambulanz oft sogar ein Jahr, Sehschule und Plastische Chirurgie reihen sich da nahtlos ein“, weiß Haim zu berichten. Sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte, die in diesen Ambulanzen Dienst versehen, sei dies eine sehr unbefriedigende Situation. Das Arbeitszeitgesetz habe die Situation noch einmal verschärft.

Ambulanzgebühren fehlen

Und auch der Wegfall der Ambulanzgebühren, die für spezielle Fachrichtungen ein wesentlicher Bestandteil des Gehaltes waren, kommt erschwerend hinzu. „In bestimmten Fachrichtungen herrscht hier tatsächlich noch Anpassungsbedarf, wir sind darüber auch in Gesprächen mit dem Land Oberösterreich“, sagt Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser.

Auslöser Gesundheitsreform

Schlagartig angestiegen seien die Praxen aber seit der Gesundheitsreform 2012, da die Kapazitäten in den Spitälern knapp sind. Im Jahr 2011 sind in OÖ 90 neue Wahlarztpraxen entstanden, 2013 waren es schon 113, 2014 sind 210 dazugekommen. „Mehr Zeit für den Patienten, das ist für viele der Antrieb für eine eigene Praxis“, so Niedermoser. Viele Wahlärzte orientieren sich bei ihrer Honorarnote auch am Rückerstattungssatz der jeweiligen Versicherung und halten den Selbstbehalt niedrig.


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