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KIRCHBERG-THENING/PYEONGCHANG.  Die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea sind in vollem Gange. Wir baten Skispringer Michael Hayböck, unseren Lokalmatador aus Kirchberg-Thening, zum Interview. Er verrät uns, wie es ihm nach dem Sturz geht, wie es ihm im Olympischen Dorf gefällt und wie es nach Olympia für ihn weitergehen soll.

Skiadler Michael Hayböck Foto: JumpandReach
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von ELISABETH ZEILINGER

Tips: Michael, dass du bei Olympia antreten darfst, war nach deinem Sturz länger ungewiss. Wie hast du reagiert, dass du doch bei Olympia teilnehmen kannst?

Michael Hayböck: Natürlich war mein Sturz im Herbst so kurz vor Saisonstart alles andere als ideal. Der Zeitpunkt, mitten in der finalen Vorbereitung, hätte nicht schlechter sein können. Für mich war es aber dann sehr wichtig, Schritt für Schritt zu arbeiten und von Woche zu Woche zu schauen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt gar nicht speziell auf Olympia geschaut, sondern auf den Weltcup und in weiterer Folge dann auf die Tournee. Natürlich, das ist kein Geheimnis, ist es für mich wieder etwas sehr Besonderes, bei Olympischen Spielen überhaupt dabei sein zu können und die österreichischen Landesfarben zu tragen. Es sind meine zweiten Spiele und ich kann sicher das eine oder andere an Erfahrung von den letzten Spielen einbringen.

Tips: Wie geht es dir jetzt bzw. wie sind in den letzten Wochen die Vorbereitungen für Olympia verlaufen?

Hayböck: Generell kann ich sagen, dass ich in der Vorbereitung nichts verändert habe im Gegensatz zu einer „nicht olympischen Saison“. Jetzt geht es mir gut und mir sind in der Trainingswoche vor Olympia in Planica schon ein paar gute Sprünge gelungen, ebenso im Training in Pyeongchang. Natürlich war der Sturz bei der Skiflug Weltmeisterschaft in Oberstdorf nicht ideal, aber ich habe in den letzten Tagen alles dafür getan, dass ich jetzt bestmöglich dastehe.

Tips: Wie lässt sich die Stimmung in Südkorea bzw. unter euch im Team beschreiben?

Hayböck: Die Stimmung hier in Korea war schon während der Anfahrt speziell und interessant. Bei der mehrstündigen Busfahrt die Hochhäuser von Seoul zu betrachten war doch sehr beeindruckend. Die Anreise war auch wirklich locker und alles andere als stressig. Die Stimmung im Team ist gut, spaßig und wir verstehen uns gut. Es wird jetzt einfach wichtig sein, dass wir als Mannschaft zusammenstehen, gut arbeiten, aber auch das Rundum genießen und Spaß haben.

Tips: Was sind die Besonderheiten für dich in Südkorea? Ist man da nur am Trainieren oder sieht man auch was von der „Außenwelt“?

Hayböck: In einem Land wie Südkorea entdeckt man immer wieder Gepflogenheiten und einfach landestypische Besonderheiten. Wir waren ja schon einmal dort und ich kann nur wieder sagen, dass die Menschen dort sehr freundlich sind. Man versucht natürlich, immer etwas von der „Außenwelt“ mitzubekommen. Das ist gar nicht so einfach, weil der Sport hier natürlich ganz klar im Vordergrund steht, aber hin und wieder gelingt es uns natürlich auf der Fahrt, der Anreise zur Schanze oder außerhalb vom Olympischen Dorf.

Tips: Wie lautet dein persönliches Ziel für die Olympischen Winterspiele 2018?

Hayböck: Das ist jetzt noch sehr schwer auszumachen. Für mich war die bisherige Saison eine Art „Achterbahnfahrt“, deshalb sind Platzierungen jetzt im Voraus nur sehr schwer zu nennen. Favoriten sind bei diesen Olympischen Spielen mit Sicherheit andere, aber wir werden um alles kämpfen!

Tips: Wie geht es nach Olympia für dich weiter?

Hayböck: Jetzt steht Olympia auf jeden Fall ganz oben. Da ist auch gar kein Platz für andere Dinge und deshalb habe ich im Moment auch keine anderen Gedanken an die weitere Saison. Mein Konzept für die gesamte Saison steht allerdings und jetzt gilt es wieder, Schritt für Schritt zu arbeiten. Ich werde hier um alles kämpfen und dann schauen wir, wofür es reicht und wie es nachher weitergeht.


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