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Schneeschuhwanderer nach großangelegtem Sucheinsatz betrunken in einem Lokal gefunden

Susanne Winter, MA, 24.02.2023 08:10

SPITAL AM PYHRN/LIEZEN. 25 Bergretter, der Pistendienst der Bergbahnen und die Alpinpolizei suchten am Donnerstag, 23. Februar, abends nach einem 30-jährigen Schneeschuhwanderer auf der Wurzeralm in Spital am Pyhrn. Die großangelegte Suchaktion endete in einem Lokal in Liezen (Steiermark), wo der Mann, laut Polizei, in erheblich angetrunkenem Zustand aufgefunden wurde.

Bergrettung Spital am Pyhrn (Foto: Winter)
Bergrettung Spital am Pyhrn (Foto: Winter)

Am Donnerstag, 23. Februar, um 19.10 Uhr wurden die Polizei Windischgarsten und die Bergrettungsortsstellen Spital am Pyhrn und Windischgarsten zu einem Sucheinsatz auf die Wurzeralm in Spital am Pyhrn beordert. Zwei steirische Schneeschuhwanderer, die über die Hintersteineralm auf die Wurzeralm aufgestiegen waren, hatten sich nach einem Aufenthalt in einer dort ansässigen Hütte, wieder an den Abstieg gemacht.

Schuhsohle beim Abstieg verloren

Beim Abstieg verlor ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Liezen eine Schuhsohle, woraufhin er alleine den vermeintlich leichteren Weg über die Skipiste ins Tal wählte. Sein 43-jähriger Begleiter, ebenfalls aus dem Bezirk Liezen, stieg in der einsetzenden Dämmerung zur Hintersteineralm ab und fuhr anschließend mit seinem Auto zur Talstation der Wurzeralm-Standseilbahn. Dort wartete er auf seinen Freund. Als dieser jedoch nicht am vereinbarten Treffpunkt auftauchte, setzte er den Notruf ab. Insgesamt 25 Bergretter der Ortsstellen Spital am Pyhrn und Windischgarsten, der Pistendienst der Bergbahnen und die Alpinpolizei machten sich auf die Suche nach dem 30-jährigen Schneeschuhwanderer.

Abgängiger betrunken in einem Lokal gefunden

Bei der großangelegten Suchaktion bemerkte ein erfahrener Bergretter, der mit Tourenskier die Forststraße zur Hintersteineralm abging, Fußspuren im Schnee, bei denen offensichtlich an einem Schuh die Sohle fehlte. Da sich diese Spuren beinahe bis zur Bundesstraße 138 verfolgen ließen, konnte damit gerechnet werden, dass sich der Abgängige nicht mehr im alpinen Gelände befand. Mithilfe seines Begleiters wurde der Mann schließlich, in erheblich angetrunkenem Zustand, in einem Lokal in Liezen aufgefunden. Er war den langen Weg vom Pyhrnpass bis dorthin, laut seinen Angaben, zu Fuß gegangen.

Der Schneeschuhwanderer wird für die Kosten des Sucheinsatzes vermutlich aus eigener Tasche aufkommen müssen, da kein Versicherungsschutz besteht. Den ebenfalls alkoholisierten Begleiter des Abgängigen erwartet eine Anzeige nach dem Führerscheingesetz.


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