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Wanderer bei tiefwinterlichen Bedingungen vom Hochsengsplateau bei gerettet (Update 9.4., 12.40 Uhr)

Online Redaktion, 09.04.2023 08:58

ST. PANKRAZ. Die Bergrettung hat Samstagabend am Hochsengsplateau bei tiefwinterlichen Bedingungen zwei verletzte Wanderer gerettet.

 (Foto: laumat.at/Leserfoto)
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Beide waren für ihre Wanderung zu schlecht ausgerüstet und rutschten rund 150 Meter weit ab. Eine Frau, eine 27-jährige Slowakin, verletzte sich dabei schwer, ein Mann, ein 27-jähriger Tscheche, leicht. Ein Großaufgebot an Bergrettungseinsatzkräften, der Rettungsdienst und der Notarzt standen im Einsatz. Erst gegen 2:45 Uhr konnte die schwierige Rettungsaktion abgeschlossen werden.

Update

Die beiden Wanderer planten eine zweitägige Überschreitung des Sengsengebirges. Sie starteten am Samstag in St. Pankraz und erreichten über das Schillereck den Hochsengs. Von dort führt ein steiler Weg, der teilweise mit Eisenstiften gesichert ist, durch eine Felsplatte Richtung Osten. Obwohl sie nur für sommerliche Verhältnisse ausgerüstet waren, versuchte die vorausgehende Slowakin den tief verschneiten und vereisten Weg abzusteigen. An einer steilen Stelle verlor sie den Halt, stürzte etwa vier Meter über eine Felsstufe ab und rutschte anschließend circa 70 Meter über steiles Gelände weiter.

Mann wollte helfen und stürzte ebenfalls ab

Der nachfolgende Tscheche versuchte zu seiner Freundin abzusteigen, verlor dabei ebenfalls den Halt, stürzte und rutschte anschließend bis zu der Stelle, an der die Slowakin bereits zu Liegen gekommen war. Nachdem er den Notruf samt GPS-Koordinaten abgegeben hatte, versorgte er seine schwer verletzte Partnerin und packte sie in ihre mitgebrachten Schlafsäcke ein. Die Einsatzkräfte kämpften sich unter widrigsten Bedingungen zuerst zu Fuß, dann mit Tourenski zur Unglücksstelle vor.

Der erste Trupp traf in Begleitung zweier Bergrettungsärzte um 21:30 Uhr bei den Verunglückten ein und begann mit der Erstversorgung. Die nachkommenden Bergretter stellten die weitere Versorgung mit Gebirgstragen und Wärmepackungen sowie dem Aufbau eines Funk-Relais sicher. Der Abtransport der beiden Verletzten gestaltete sich als schwierig und zeitintensiv. Um 0:10 Uhr konnte schließlich der erste Verletzte an den mittlerweile eingetroffenen Notarzt sowie an das Rot Kreuz Fahrzeug auf der Kogleralm übergeben werden. Die schwer verletzte Frau konnte um 0:45 Uhr an das Rote Kreuz ebendort übergeben werden. Die beiden wurden ins Krankenhaus Kirchdorf eingeliefert.


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