Tanztag verbindet die Menschen im Kremstal
INZERSDORF IM KREMSTAL/PETTENBACH. Begeisterte Tänzer und alle, die es noch werden wollen, treffen sich beim Tanztag in Inzersdorf. Initiatorin Isolde Reichel aus Pettenbach verrät, was hinter dem Event steckt und warum sie selbst davon so begeistert ist.

Von Volkstanz und Line Dance über Hula Hoop und Freedance bis hin zum Tanz gegen Gewalt – am 19. September dreht sich im Seminarzentrum der baum in Inzersdorf alles rund ums Tanzen. Bei verschiedenen Kursen können sich die Teilnehmer im Zeitgenössischen Tanz probieren, einen Volkstanz einstudieren, den Körper swingen und rocken, im Afrodance grooven, im Line Dance einklinken oder den Körper bei Hadu oder Ginastica trainieren. Für Kinder gibt es den Kids Dance Mix oder das coole Abdancen im Video Clip Dance.
Menschen treffen sich, um zu tanzen
„Ziel ist es, Tanz als Kunstform und als Teil der österreichischen Geschichte und Kultur aktiv zu erleben, der Tanzkunst ihren gesellschaftlichen Wert zuzuerkennen und dem Tanz im Kremstal eine breite Öffentlichkeit zu ermöglichen“, erzählt Isolde Reichel, die den Tanztag bereits zum zweiten Mal veranstaltet, weil „mir der Tanz am Herzen liegt und es mir gefällt, wenn sich die Menschen deswegen treffen.“ Der erste Tanztag 2018 hat den Wettbewerb „Nachhaltig gewinnen“ vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gewonnen.
Nachhaltige Veranstaltung
Als sogenanntes „Green Event“ wird der Tanztag vom Bundesministeriums gefördert. Dafür müssen gewisse Kriterien für Nachhaltigkeit erfüllt werden – von barrierefreien Workshops bis hin zur Möglichkeit der öffentlichen Anreise zum Event. Beim Tanztag wird der Fokus auf die „Sustainable Goals“, die UN-Nachhaltigkeitsziele, gelegt. Darunter auch das Thema „Bewegung und soziale Gesundheit“. „Nicht nur weil tanzen das Immunsystem stärkt, tanzen verbindet – psychisch, physisch, sozial. Wenn es auch manchmal trennen kann, überwindet der Tanz doch immer wieder Grenzen. Im gegenseitigen Anerkennen der Unterschiede kann das Gemeinsame wachsen. Im Tanz kann der Mensch sich selbst in seiner Ganzheitlichkeit erleben und die Verbindung mit anderen spüren. Ein Gefühl von Freiheit schwingt da mit“, erklärt Isolde Reichel.
Tänzern zusehen
Dieses Gefühl erlebt man auch beim Zusehen. So wird eine Kirchenperformance von Bettina Jonke (Tanz) und Christoph Radinger (Orgel) am Samstag, 19. September, um 20 Uhr in der Kirche Inzersdorf für erhebende Momente sorgen. Bettina Jonke tanzt eine eigene Choreorafie zu den Orgelklängen (Eintritt: freiwillige Spende).
Auch untertags präsentieren verschiedene Tanzgruppen ihr Können vor Publikum. Um 10.30 Uhr ist Videoclip Dance zu sehen. Um 12.30 Uhr begeistert die Improgruppe 19/20. Um 14.30 Uhr hat die Volkstanzgruppe Micheldorf ihren Auftritt und um 16.30 Uhr finden der Tanz gegen Gewalt und das Musical mit dem Titel „Let The Magic Begin“ statt.
Nach der Kirchenperformance klingt der Abend im Seminarzentrum aus. Ab 21 Uhr stehen der Heuboden, der Dom oder bei Schönwetter die Arena noch für ein Austanzen mit DJ zur Verfügung.
Corona-Prävention
Für den Tanztag wurde ein Corona-Präventionskonzept ausgearbeitet, darunter beispielsweise ein Leitsystem in engen Gängen sowie die Lüftung und Reinigung zwischen den Workshops. „Wir bitten die Teilnehmer auf ihren eigenen Gesundheitszustand zu achten, Abstand zu halten und wir verbieten natürlich auch niemandem eine Maske zu tragen“, erklärt Isolde Reichel.
Keine Vorkenntnisse nötig
Die Workshops beim Tanztag sind auch für Tanzanfänger geeignet. Interessierte lernen verschiedene Tanzrichtungen kennen und kommen mit den Kursleitern in Kontakt. Die Aussage, man habe zwei linke Füße hält von einer Teilnahme nicht ab. „Zwei linke Füße sind wunderbar, denn daraus entstehen die schönsten Tänze. Jeder hat seine eigene Art zu tanzen, so wie jeder seine eigene Art zu gehen hat“, sagt Isolde Reichel und glaubt fest an den Spruch: „Jeder Mensch, der gehen kann, kann auch tanzen.“


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